Meisten Fälle der südafrikansichen Mutation in Österreich

ECDC warnt vor starkem Infektionsanstieg ohne Maßnahmen

Montag, 15. Februar 2021 | 17:55 Uhr

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC hat davor gewarnt, Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus und dessen Varianten zum jetzigen Zeitpunkt zu lockern. Die epidemiologische Lage bleibe sehr besorgniserregend, die Belegung der Krankenhaus- und Intensivbetten auf einem hohen Niveau, teilte ECDC-Direktorin Andrea Ammon am Montag mit. Die meisten Fälle der Südafrikanischen Mutation gibt es unterdessen in Österreich.

Sollten die Maßnahmen zur Virus-Eindämmung nicht beibehalten oder gar verstärkt werden, müsse man Studien zufolge mit einem beträchtlichen Anstieg der Infektions- und Todesfallzahlen rechnen. Unmittelbare, strikte und entschiedene Maßnahmen seien entscheidend, um die Virus-Übertragungen zu kontrollieren und die Kapazitäten des Gesundheitswesen zu schützen, erklärte das ECDC in seiner am Montag veröffentlichten neuen Corona-Risikobewertung. Während die meisten Länder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) derzeit sinkende Infektionszahlen verzeichneten, habe die Einführung und zunehmende Verbreitung der zuerst in Großbritannien, Südafrika und Brasilien bemerkten Virus-Varianten Besorgnis ausgelöst.

Von den Varianten sei die zunächst in England nachgewiesene Mutante diejenige, die sich im EWR am umfassendsten verbreitet habe. Irland melde bereits, dass die diese Variante (B.1.1.7) die im Land dominierende sei. Mehrere weitere Länder kämen Schätzungen zufolge in den kommenden Wochen in dieselbe Situation.

Die südafrikanische Mutation ist primär in Österreich verbreitet. Laut dem Bericht der ECDC wurde bis 11. Februar die Südafrikanische Mutation B.1.251 in 40 Ländern weltweit nachgewiesen, insgesamt gab es ungefähr 1.400 Fälle. Auf den Europäischen Wirtschaftsraum entfielen rund 350 Fälle. Der Großteil davon fand sich in Österreich bzw. in Tirol – 295 bestätigte Fälle bis vergangenen Donnerstag. Somit machen die bestätigten Mutationsfälle in Österreich 21 Prozent aller weltweiten Fälle und 84 Prozent aller nachgewiesenen Mutationen in der EU aus.

Die Empfehlung der ECDC lautet, dass die Staaten ihre Möglichkeiten zur Sequenzierung von Corona-Proben auf- und ausbauen sollen, erklärte Ammon. Auch ergänzende Maßnahmen wie Tests, Kontaktverfolgung, die Isolation von Fällen und die Quarantäne von Kontakten seien wichtig.

Von: APA/dpa

Kommentare

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5 Kommentare auf "ECDC warnt vor starkem Infektionsanstieg ohne Maßnahmen"


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Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
20 Tage 23 h

Hallo nach Südtirol,

ECDC hat die “14-days-Notification rate” anstatt der 7-Tage-Inzidenz etabliert.

https://www.ecdc.europa.eu/en/covid-19/situation-updates/weekly-maps-coordinated-restriction-free-movement

Zwangsläufig sind die Zahlen doppelt dramatisch wie bei der alten “7-Tage-Inzidenz”.

Es wird nach ECDC alles gezählt, Antigen und PCR.

Wer da fröhlich und fleissig mitmacht wie Südtirol ist angeschmiert, Schmuddelkind in Europa.

Man kann Antigen und PCR zusammenzählen und nach Rom/Brüssel melden wie Aosta:
2220 Antigentests, kein Positiver!Glückwunsch nach Aosta..

https://www.regione.vda.it/pressevda/Eventi/coronavirus_i.aspx

Es ist zum Weinen, eine Region mit herausragendem Ehrenamt, Vollbeschäftigung in Handel/Handwerk/Gastro und der Transitplage Brenner muss aus diesen Gründen Vernichtung und Niedergang erdulden, beklatscht von Südtirolhassern aller Provenienz

Trotziges auf Wiedersehen in Südtirol

Storch24
Storch24
Kinig
20 Tage 20 h

Bin neugierig , was die Südtiroler mit den inzwischen bestätigter Mutation in Südtirol macht. Melden ?
Aber Liebe Tiroler, wir Südtiroler wollen in nichts nachstehen, auch wir haben jetzt Afrika in Südtirol

Freya
Freya
Neuling
20 Tage 19 h

Man kann sich vieles schönreden, aber Fakt ist nun mal: das Aostatal hatte heute folglich auch nur 9 neue Positive und keinen Todesfall. Ach ja, und 2 Patienten in intensivmedizinischer Betreuung. Weil Aosta weniger testet und anders zählt oder gibt es vielleicht andere Gründe?

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
20 Tage 19 h
Hallo @Freya, ja, es gibt noch andere Gründe. Südtirol ist der Hausflur für den exzessiven Waren/Güterverkehr zwischen Süd/Nordeuropa.Hat Aosta auch so etwas wie den Brenner? Südtirol testet auch den letzten Dahergelaufenen, jeden gestrandeten Glücksritter und beherbergt diese Menschen wenn infiziert In Gossensass/Sarns. Hat Aosta das auch? Und wenn Aosta bescheisst, und wie anders soll man das nennen wenn 2240 Antigentest mit 0 Positiven enden dann ist Aosta eben toll und Südtirol ein Dreckloch. Wir langt es mit dem Dreckschmeissen auf Südtirol, ich verlange einfach nur Fairness und wenn es dann immer noch zum Dreckschmeissen auf Südtirol reicht meinetwegen. Aber so,… Weiterlesen »
Gustl64
Gustl64
Tratscher
20 Tage 12 h

Gott sei Dank wird getestet und gezählt.

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