Schmerzensgeld zugesprochen

Eine Million Euro nach explodiertem Schlagobersspender

Sonntag, 06. August 2017 | 14:00 Uhr

Ein französisches Gericht hat einer jungen Frau eine Million Euro Schmerzensgeld zugesprochen, weil sie durch die Explosion eines Schlagobersspenders schwer verletzt wurde. Der Importeur der mit Druckluft betriebenen Sprühdosen und der Versicherungskonzern Axa müssen für den Unfall geradestehen, wie aus dem am Samstag veröffentlichten Urteil des Gerichts in Montauban hervorgeht.

Die Schmerzensgeldsumme ist für französische Zivilklagen ungewöhnlich hoch. Die damals 30-jährige Frau erlitt durch den Unfall im Dezember 2013 schwerste Schädelverletzungen und eine Gehirnblutung, außerdem wurde ihr Gesicht teilweise entstellt. Plastischen Chirurgen gelang es jedoch, die Folgen des Unfalls so gut wie unsichtbar zu machen, wie ihre Anwältin sagte.

Dennoch lebe ihre Mandantin nun mit gravierenden Einschränkungen, daher sei die hohe Summe von 1,09 Millionen Euro gerechtfertigt: Sie könne nicht mehr arbeiten und habe ihren Geschmacks- und Geruchssinn eingebüßt.

Ende Juni war in Frankreich eine Frau bei der Explosion ihres Schlagobersspenders ums Leben gekommen. Der obere Teil der Sprühdose knallte der 33-Jährigen in ihrem Haus nahe der ostfranzösischen Stadt Mülhausen gegen die Brust. Die Frau, eine bekannte Fitness-Bloggerin, wurde schwer verletzt und starb kurze Zeit später.

Von: APA/ag

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

1 Kommentar auf "Eine Million Euro nach explodiertem Schlagobersspender"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
der echte Aaron
der echte Aaron
Tratscher
17 Tage 2 h

meiner Meinung nach, noch zu wenig. Wenn man bedenkt das die Frau nie mehr arbeiten kann und somit keine Chance hat Geld zu verdienen und bedenkt man auch noch das sie den Geschmacks- und Geruchssinn verloren hat. Sie kann z.B. nie mehr das Essen schmecken. Nie etwas wieder riechen.

wpDiscuz