Teilweise mit heißem Wasser verbrüht

Eltern aus Kalifornien sollen zehn Kinder gefoltert haben

Donnerstag, 17. Mai 2018 | 15:30 Uhr

Eltern aus dem US-Bundesstaat Kalifornien sollen Medienberichten zufolge zehn in ihrem Haus lebende Kinder gefoltert haben. Sie seien mit heißem Wasser verbrüht und mit einer Armbrust angeschossen worden, zudem seien sie mit simuliertem Ertränken (“Waterboarding”) gefoltert worden, berichtete die “Washington Post” am Donnerstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft im Bezirk Solano.

Die etwa 30 Jahre alten Eltern kamen in Untersuchungshaft; es wurde eine hohe Kautionssumme festgelegt. Der Mann soll der Vater von acht der Kinder sein. Die Kinder sind zwischen vier Monaten und zwölf Jahren alt, wie die “Los Angeles Times” berichtete. Das Haus der Familie aus dem Ort Fairfield soll voller Fäkalien, verfaultem Essen und Dreck gewesen sein. Ermittler hatten das Haus erstmals Ende März betreten, als die Eltern ihren zwölfjährigen Sohn für vermisst gemeldet hatten. Er wurde später in der Nachbarschaft gefunden.

Wegen der schlimmen Zustände in dem Haus kamen die Kinder in die Obhut des Jugendamtes. Sie leben dem Bericht zufolge inzwischen bei anderen Familienmitgliedern. Die Kinder gingen demnach auch nicht zur Schule, die Eltern unterrichteten sie Zuhause.

Von: APA/dpa