Österreichisch-französisches Unternehmen setzt auf Totimpfstoff

EMA startet beschleunigte Prüfung von Zulassung von Valneva

Donnerstag, 02. Dezember 2021 | 12:27 Uhr

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat eine beschleunigte Prüfung einer Zulassung des Corona-Impfstoffs von Valneva angekündigt. Die Prüfung des Vakzins VLA2001 habe bereits begonnen, teilte die in Amsterdam ansässige EU-Behörde am Donnerstag mit. Wann eine Entscheidung über den Totimpfstoff des österreichisch-französischen Biotechnologie-Unternehmens falle, sei noch offen.

Der Totimpfstoff von Valneva enthält für die Immunisierung abgetötete Bestandteile des Coronavirus. Damit nutzt er eine ähnliche Technologie wie klassische Grippe-Impfstoffe und soll in normalen Kühlschränken gelagert werden können. Im Oktober hatte Valneva “positive” erste Ergebnisse aus der klinischen Phase-3-Studie mit dem Impfstoff bekannt gegeben. Das Mittel sei wirksamer als der AstraZeneca-Impfstoff, hieß es, und “im Allgemeinen gut verträglich”.

Bereits vor einer Zulassung hat die EU-Kommission einen Liefervertrag mit Valneva geschlossen. Wie die Kommission vor knapp einem Monat mitteilte, sieht die Vereinbarung die Lieferung von bis zu 60 Millionen Corona-Impfdosen in den kommenden beiden Jahren vor, wenn die EMA das Mittel tatsächlich zulässt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte bei der Verkündung des Vertrags, das Vakzin könne an neue Corona-Varianten angepasst werden. Dies könnte nicht zuletzt angesichts der neuen Coronavirus-Variante Omikron von Bedeutung sein.

Bisher ist in der EU noch kein Totimpfstoff gegen Corona zugelassen. Die verfügbaren Vakzine basieren auf anderen Methoden. Die Mittel von BioNTech/Pfizer und Moderna werden mit der neuartigen mRNA-Technologie hergestellt, die Mittel von AstraZeneca und Johnson & Johnson sind Vektorimpfstoffe. Traditionelle Totimpfstoffe stoßen bei Menschen auf Interesse, die Vorbehalte gegen eine Immunisierung mit mRNA-Vakzinen oder Vektorimpfstoffen haben.

Der US-Pharmakonzern Novavax beantragte Mitte November die Zulassung für seinen Impfstoff Nuvaxovid. Dabei handelt es sich um einen rekombinanten Proteinimpfstoff. Die EMA sagte eine beschleunigte Prüfung zu, so dass eine Entscheidung voraussichtlich schon in “einigen Wochen” bekanntgegeben werden könne.

Das Mittel hat laut Novavax eine Wirksamkeit von rund 90 Prozent. Auch mit Novavax hat die EU-Kommission bereits einen Kaufvertrag über bis zu 100 Millionen Impfstoffdosen in diesem und im kommenden Jahr geschlossen. Außerdem enthält der Vertrag eine Option auf 100 Millionen weitere Impfdosen in den Jahren 2021, 2022 und 2023.

Von: APA/AFP

Kommentare

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12 Kommentare auf "EMA startet beschleunigte Prüfung von Zulassung von Valneva"


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Faktenchecker
1 Monat 19 Tage

Kommt frühestens im April auf den Markt. Bis dahin haben wir eine Inzidenz von 8000.

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
1 Monat 19 Tage

Auserdem nutzlos. Totimpfstoffe können nur langsam auf neue Varianten angepasst werden.

Hustinettenbaer
1 Monat 19 Tage

Pah, Weicheier: “Gute Nachricht…: Inzidenz kann laut Wissenschaftlern 100.000 nicht übersteigen”
https://www.der-postillon.com/2021/11/sachsen.html

spotz
spotz
Tratscher
1 Monat 19 Tage

noa bin i wo beruhigt

topgun
topgun
Superredner
1 Monat 19 Tage

@N. G.

Und weil die mRna Impfstoffe so leicht angepasst werden können, wurde das natürlich schon ein paar Mal gemacht… 🙄

TKirk
TKirk
Tratscher
1 Monat 19 Tage

Hallo N.G.

So schnell sind die bei der Anpassung von den RNA Impfstoffen auch nicht, es werden immer noch die selben verimpft.

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

@TKirk…bist du Chemiker und Mitentwickler ? Oder doch nur ein🗣 Schwätzer….

TKirk
TKirk
Tratscher
1 Monat 18 Tage

Hallo Offline1

bist du offline?
Dann zeig mir doch einen Bericht, oder irgendwas von einem Chemiker, Mittentwickler, usw der sagt dass die aktuell verwendeten Impfstoffe von Biontech oder Moderna angepasst wurden.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 19 Tage

Brauchen wir wirklich noch mehr Impfstoffsorten ?

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

@Trina1…JA, je mehr Hersteller mit zugelassenen Impfstoffen auf dem Weltmarkt sind, um so mehr fallen eventuell die Preise für die ärmeren Staaten. Wenn du mit “Sorten” die Weiterentwicklungen meinst, auch dazu JA !

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
1 Monat 19 Tage

Totimpfstoff klingt schon mal beängstigend

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
1 Monat 19 Tage

Tot Impfstoffe sind Wasser auf die Mühlen Derer, die schon immer “wussten”, dass Impfungen TÖTEN

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