Warnung vor Risiken bei der Transplantation von Raucher-Organen

Empfängerin von Raucher-Spenderlunge starb an Lungenkrebs

Samstag, 03. November 2018 | 19:29 Uhr

Rund einhalb Jahre, nachdem sie die Lunge einer langjährigen Raucherin erhalten hatte, ist eine Französin an Lungenkrebs gestorben. Eine jetzt in der Fachzeitschrift “Lung Cancer” veröffentlichte Studie warnt daher vor Risiken bei der Transplantation von Raucher-Organen.

Dem Bericht zufolge erhielt die seit ihrer Kindheit an Mukoviszidose leidende Patientin im November 2015 die Lunge einer 57-Jährigen, die laut vorliegenden Daten 30 Jahre lang eine Schachtel Zigaretten täglich rauchte. Im Juni 2017 wurde die Empfängerin der Lunge auf die Krebsstation der Uni-Klinik Montpellier eingeliefert, wo sie zwei Monate später an Lungenkrebs starb, ohne dass eine Therapie möglich war. Der Studie zufolge zeigte die Patientin Symptome, die typisch für durch Rauchen ausgelösten Lungenkrebs sind.

Der kurze zeitliche Abstand zwischen der Organtransplantation und dem Auftauchen erster Unregelmäßigkeiten bei Röntgenaufnahmen der Lunge deuteten darauf hin, dass der Krebs bereits während des Lebens der Spenderin ausgelöst worden sei, erklärten die Autoren der Studie. Medikamente zu Unterdrückung der Immunabwehr, die die Organempfängerin zur Verhinderung einer Abstoßung des Spenderorgans nehmen musste, hätten die Entwicklung der Krebserkrankung befördert.

Angesichts der langen Latenzzeit bei Lungenkrebs sei zu empfehlen, die Transplantation der Lungen von Rauchern oder solchen Spendern, die erst vor Kurzem mit dem Rauchen aufgehört hätten, zu überdenken, schlossen die Autoren.

Von: APA/ag.

Kommentare

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10 Kommentare auf "Empfängerin von Raucher-Spenderlunge starb an Lungenkrebs"


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Burgltreiber
Burgltreiber
Tratscher
9 Tage 12 h

Wia können Ärzte lei a Raucherlunge transplantieren?

Mistermah
Mistermah
Kinig
9 Tage 11 h

Weil sonst keine zur Verfügung stand und Menschen um länger zu leben (fast) alles tun

Burgltreiber
Burgltreiber
Tratscher
9 Tage 4 h

@Mistermah obliegt des nit dem Ärzteteam ob es sinn hot odr nit?

Mistermah
Mistermah
Kinig
8 Tage 16 h

Die Lunge war ja gesund vorher. Dann bleibt die Frage: lunge da, trotzdem sterben lassen? Darf man die organe eines Stadtmenschen dann auch nicht? Wer ist gesund genug?

Mistermah
Mistermah
Kinig
9 Tage 11 h

Intressant die Tatsache, dass ein geschwächtes immunsystem den Krebs freie Bahn gab! Umkehrschluss: ein starkes immunsystem hält ihn in Schach. Denkt daran

m69
m69
Kinig
8 Tage 5 h

Mistermah @

Guter Post.
Dabei fehlt eins, um damit es überhaupt zu einem starken Immun kommt braucht es ein paar gute Zutaten.
Gutes DNA (ist unumgänglich, so fängts mal an)
Viel Bewegung (und dabei meine ich nicht die Ellenbewegung vom täglichen Bierheben oder TV – zappen)
Gesunde Einstellung zum Leben
Die Ernährung, das ist möglicherweise das Wichtigste!!! Aber daran denken die Wenigsten, leider!

Tabernakel
7 Tage 19 h

@m69

Was ist ein Immun oder zwei?

m69
m69
Kinig
7 Tage 10 h

Tabernakel @

Du überrascht mich jedes mal, ein Starkes Immun “Immunsystem” sollte es heißen 😰
Möglicherweise waren “dunkle Mächte” im Spiel.

… Und ich dachte mir, das Du hättest bei Immun ein wenig weiter gedacht.
Weit gefehlt, aber gleich wir werden es beide überleben! 😎

anonymous
anonymous
Superredner
8 Tage 23 h

Da brauche ich keine Studie ,das weiß ich auch so

m69
m69
Kinig
8 Tage 5 h

Anonymous @

Das denke ich auch!

Wenn man mal eine Studie machen würde zwischen Kausalität der verschiedenen (auch) Autoimmunkrankheiten und essen, dann würde man (wahrscheinlich) zum Schluss kommen, dass man sich dadurch einiges an Medizinen ersparen würde!

Das einzige was man effektiv noch brauchen würde ist die Traumatologie.

Meines Erachtens wird das in 20 und mehr Jahren der Fall sein, denn es explodieren jetzt schon die Kosten des Sanitätsdienstes.

Vielleicht ist man dann “gezwungen” einen “alternativen” Weg zu gehen! 😎

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