Vorerst wird gegen unbekannt ermittelt

Erhebungen nach Kinderhof-Unfall: Keine TÜV-Prüfung

Mittwoch, 24. August 2016 | 19:09 Uhr

Nach einem Unfall mit zehn Verletzten auf einem Kinder-Erlebnishof in Oberösterreich wird vorerst gegen unbekannt ermittelt. Ein Gutachten soll die Unfallursache klären. Der TÜV Austria wies am Mittwoch die ursprüngliche Aussage des Geschäftsführers des Hofes zurück, die Geräte seien TÜV-geprüft gewesen. Auch der Betreiber selbst räumte am Mittwochabend ein, diese Aussage sei ein Irrtum gewesen.

Derzeit sei weder klar, wer die Plattform, die am Dienstag eingestürzt ist, errichtet habe noch ob oder von wem sie überprüft worden sei, sagte der Sprecher der Welser Staatsanwaltschaft, Christian Hubmer. Daher werden die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung vorerst gegen keinen konkreten Beschuldigten geführt. Man habe einen Experten aus dem Bereich des Holzbaus beauftragt, sich die Unfallstelle anzusehen und den Grund für den Einsturz festzustellen, so Hubmer.

Der Geschäftsführer der Anlage in Steinerkirchen (Bezirk Wels-Land), der derzeit im Ausland weilt, hatte ursprünglich gesagt, das Podest sei TÜV-geprüft gewesen. Diese Aussage nahm er im Gespräch mit der APA zurück. Es handle sich um einen Irrtum, sagte er. Die TÜV Austria Gruppe hatte schon davor mitgeteilt, dass der Erlebnishof über keine regelmäßige Prüfung ihrerseits verfüge.

23 Kinder im Alter von vier bis neun Jahren und eine Mutter waren am Dienstag für ein Gruppenfoto auf eine rund 1,20 Meter hohe Plattform geklettert. Plötzlich brach das Podest zusammen. Eine Siebenjährige wurde dabei schwer verletzt und liegt im Linzer Uniklinikum. Acht weitere Kinder und die Frau erlitten leichte Verletzungen. Sie konnten nach einer ambulanten Versorgung im Welser Krankenhaus nach Hause gehen.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz