Toxikologisches Gutachten wird abgewartet

Ermittlungen gegen Lebensgefährten nach Tod von 50-Jähriger

Donnerstag, 15. November 2018 | 18:43 Uhr

Nach dem Tod einer 50-Jährigen im Waldviertel ist der 47-jährige Lebensgefährte der Frau festgenommen worden. Eine Obduktion ergab laut Polizei keine Hinweise auf Fremdverschulden. Ein toxikologisches Gutachten ist jedoch noch ausständig. Die Staatsanwaltschaft Krems ermittelt gegen den Mann wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, Nötigung und Mordverdachts, sagte Sprecherin Susanne Waidecker.

Der 47-Jährige werde in die Justizanstalt Krems eingeliefert, bestätigte Waidecker auf Anfrage einen “Heute”-Onlinebericht. Die Staatsanwaltschaft stellte einen U-Haft-Antrag in Aussicht. Bis ein Ergebnis des toxikologischen Gutachtens vorliege, werde es mehrere Wochen dauern, sagte die Sprecherin.

Die 50-Jährige war am Mittwochabend leblos in ihrem Haus in einer Stadtgemeinde im Bezirk Horn aufgefunden worden. Die Frau lag laut Exekutive tot im Bett. Ein Sprecher der Landespolizeidirektion Niederösterreich teilte auf Anfrage mit, dass es am Mittwoch gegen 21.50 Uhr einen Rettungs-und Polizeieinsatz gegeben hat.

Der Lebensgefährte der Frau hatte die Einsatzkräfte verständigt. Er sei in einem “psychischen Ausnahmezustand” gewesen. Der Mann soll Rettung und Polizei bei ihrem Einsatz behindert haben. Laut einem Sprecher soll er etwa Sanitäter beschimpft und die Einsatzkräfte am Zutritt zum Haus gehindert haben.

Die von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion ergab keine Zeichen äußerer Gewalteinwirkung. Die Verstorbene wies keine Verletzungen auf, hieß es von der Polizei. Die Frau und ihr Lebensgefährte – beide österreichische Staatsbürger – sollen gemeinsam in dem Haus gewohnt haben.

Von: apa

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