Wohin die Drogen geliefert werden hätten sollen, ist nicht bekannt

Ermittlungen nach Rekord-Drogenfund laufen auf Hochtouren

Sonntag, 30. September 2018 | 16:41 Uhr

Nach der Sicherstellung von rekordverdächtigen 712 kg Heroin in einem für Österreich bestimmten Lkw in Bulgarien laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die brisante Fracht im Wert von 23 Mio. Euro, die zwischen Bauplatten aus Gipskarton versteckt war, hätte unbestätigten Meldungen zufolge nach Wien gehen sollen. Die beiden aus dem Iran stammenden Lkw-Fahrer befinden sich in Bulgarien in Haft.

In dieser Sache wird länderübergreifend ermittelt, bestätigte der Sprecher des Bundeskriminalamts, Vincenz Kriegs-Au. “Das Bundeskriminalamt ist in den Fall einbezogen. Um aktuelle Ermittlungen nicht zu gefährden, können wir keine genaueren Angaben zu dem Fall abgeben”, teilte Kriegs-Au auf APA-Anfrage mit. Denkbar scheint, dass es in Wien an dem Drogen-Schmuggel, der offenbar gezielt über den wenig beachteten türkisch-bulgarischen Grenzübergang Kapitan Andreevo gehen hätte sollen, Mitbeteiligte gegeben haben könnte. Deren Aufgabe war es womöglich, die Ware in Empfang zu nehmen bzw. weiterzuleiten.

Laut dem zuständigen Bezirksstaatsanwalt der südbulgarischen Stadt Haskovo, Iwan Stojanow, hätte das Baumaterial nach Österreich geliefert werden sollen. Offen ist, ob das auch für die mittransportierten Drogen galt.

Von: APA/dpa

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