In dieser Gartenlaube fanden die Übergriffe statt

Erneut Verdächtiger im Missbrauchskomplex Münster verhaftet

Freitag, 13. November 2020 | 14:51 Uhr

Einen Tag nach dem Prozessauftakt im Misssbrauchskomplex Münster ist ein weiterer Verdächtiger verhaftet worden. Dem Mann (35) aus Heiligenhaus bei Düsseldorf wird vorgeworfen, zwischen September und November 2019 einen heute elf Jahre alten Buben in drei Fällen schwer sexuell missbraucht zu haben. Bei dem Opfer handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um den Sohn der Lebensgefährtin des Hauptverdächtigen (27) in dem Missbrauchsfall.

Der jetzt Verhaftete war nach Angaben der Ermittler bereits im Juni in den Fokus der Sonderkommission geraten. Zunächst habe aber kein dringender Tatverdacht bestanden. Handy-Chats mit dem Hauptverdächtigen hätten dann neue Erkenntnisse gebracht. Der Mann aus Heiligenhaus sei am Freitagvormittag in seiner Wohnung festgenommen worden und sitze in Untersuchungshaft. Vor dem Haftrichter habe der 35-Jährige nichts zu den Vorwürfen gesagt.

Die Taten sollen laut Staatsanwaltschaft sowohl in Münster, als auch in der Wohnung des Mannes in Heiligenhaus verübt worden sein. Laut Anklage sollen der 27 Jahre alte Hauptverdächtige sowie seine drei Mittäter, die seit Donnerstag vor Gericht stehen, zwei Buben – darunter den heute Elfjährigen – über mehrere Tage in einer Gartenlaube in Münster schwer sexuell missbraucht haben. Auch sollen die Opfer zuvor mit K.o.-Tropfen betäubt worden sein.

Von: APA/dpa

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