Tausende Menschen haben sich vorsorglich in Sicherheit gebracht

Erste Ausläufer von Hurrikan Florence erreichten US-Ostküste

Donnerstag, 13. September 2018 | 18:23 Uhr

Erste Ausläufer des Hurrikans “Florence” haben am Donnerstag die Ostküste der USA erreicht, wo Tausende Menschen auf der Flucht sind. Sturmböen und Regenfälle peitschten über die Inselkette Outer Banks vor North Carolina. Das Zentrum des Sturms mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde werde voraussichtlich am Freitag den Bundesstaat erreichen.

Am Samstag dürfte der Sturm dann über das Festland ziehen, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mit. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, die Behörden stünden bereit, mit den Folgen des Sturms fertig zu werden. Dieser gilt vor den Kongresswahlen als Test für seine Regierung. Der Republikaner warf auf Twitter den Demokraten vor, die Totenzahlen nach dem Sturm “Maria” vor einem Jahr in Puerto Rico übertrieben zu haben, um ihm zu schaden.

Das NHC hatte den Wirbelsturm in der Nacht auf die Stufe zwei auf der fünfstufigen Hurrikan-Skala herabgestuft. “Florence” bleibe aber lebensbedrohlich. Zudem habe der Sturm an Umfang zugenommen. Die Behörden befürchten starke Regenfälle und eine Sturmflut von bis zu vier Metern Höhe. In den gefährdeten Gebieten leben Schätzungen zufolge rund zehn Millionen Menschen. Mehr als eine Million Menschen wurden angewiesen, ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen.

Angesichts des nahenden Wirbelsturms wurden mehr als 2.700 Soldaten der Nationalgarden einberufen, Vorräte angelegt und Notunterkünfte eingerichtet. Zudem versuchten die Behörden, die 16 Atomreaktoren in der Region wetterfest zu machen. Am Morgen wurden zunächst 6.000 Stromausfälle gemeldet. Experten erwarteten Millionen weitere Blackouts, die wochenlang anhalten könnten.

Von: APA/ag.