Krankenschwester in Mexiko als erste Lateinamerikanerin geimpft - Schon fast 190.000 Corona-Tote in Brasilien

Erste Corona-Impfungen in Lateinamerika

Freitag, 25. Dezember 2020 | 07:11 Uhr

Mexiko, Chile und Costa Rica haben als erste Länder in Lateinamerika mit der Impfung der Bevölkerung gegen das Coronavirus begonnen. Der Impfstart in Mexiko wurde während der morgendlichen Pressekonferenz von Präsident Andrés Manuel López Obrador am Donnerstag (Ortszeit) live übertragen. Die Oberschwester der Intensivstation des Krankenhauses Rubén Leñero in Mexiko-Stadt war die erste Lateinamerikanerin, die die Corona-Impfung bekam, wie die Zeitung “El Universal” berichtete.

María Irene Ramírez gehört zu dem Gesundheitspersonal, das in vorderster Linie Patienten im Zusammenhang mit Covid-19 behandelt. “Das ist das beste Geschenk, das ich 2020 bekommen konnte”, sagte die 59-Jährige, die sich freiwillig zur Impfung gemeldet hatte. “Klar haben wir Angst, aber wir müssen weitermachen … und ich will in der Schusslinie bleiben”, sagte sie.

Kurz nach Ramírez bekam Zulema Riquelme in Chile die erste Impfung. “Auf dass alle Leute sich impfen mögen”, zitierte die chilenische Zeitung “La Tercera” Riquelme, die im “Hospital Metropolitano” in Santiago de Chile arbeitet. In Costa Rica war die 91 Jahre alte Elizabeth Castillo, die in einem Altenheim in Tres Ríos in der Provinz Cartago lebt, die erste Bürgerin, die die Impfung erhielt.

Alle drei Länder benutzten den Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer. Die erste Ladung des Impfstoffes war am Mittwoch aus Belgien in Mexiko angekommen. Sie stammte Medienberichten zufolge aus dem Pfizer-Produktionswerk in Puurs, von wo aus auch der Impfstoff für Deutschland ausgeliefert werden soll.

Der mexikanische Präsident López Obrador fuhr bisher eine widersprüchliche Corona-Strategie. So wurden die Mexikaner zwar aufgefordert, zu Hause zu bleiben – und zuletzt, auf Weihnachtsfeiern zu verzichten. Aber Einschränkungen lehnte der Linkspopulist ähnlich dem brasilianischen Staatschef Jair Bolsonaro ab.

In Mexiko, das mit knapp 130 Millionen Einwohnern an zehnter Stelle der bevölkerungsreichsten Länder steht, sind nach offiziellen Angaben bisher mindestens 120.000 Todesfälle in Zusammenhang mit Corona registriert worden – die vierthöchste Zahl weltweit. Das brasilianische Gesundheitsministerium meldete am Heiligen Abend 58.428 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen in Brasilien auf 7,423 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 762 auf 189.982 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

Von: APA/Reuters/dpa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Erste Corona-Impfungen in Lateinamerika"


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sophie
sophie
Universalgelehrter
29 Tage 21 h

Man kann nur hoffen dass 2021 einiger Maßen besser wird🌞

thomas
thomas
Universalgelehrter
29 Tage 11 h

Hoffentlich wird 2021 nicht schlimmer!

elvira
elvira
Universalgelehrter
29 Tage 10 h

komisch olm lai kronkenschwestern. wiso nit mol a oberorzt?

Jiminy
Jiminy
Kinig
29 Tage 7 h

wieso nicht die grösste Risikogruppe: Altenheimbewohner! Dann könnten sie endlich wieder Besuch bekommen!

Jiminy
Jiminy
Kinig
29 Tage 7 h

und zu deiner Frage: wenn schon Sanitätspersonal, dann diejenige die die meiste Zeit mit den Patienten in engen Kontakt sind: Pfleger*innen! Und sicher nicht der Oberarzt.

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