"Wasser ist kein unerschöpfliches Gut"

Etsch: Noch kein Wassernotstand – heute Treffen

Mittwoch, 22. Juni 2022 | 09:38 Uhr

Bozen – Für heute ist erneut ein Treffen der Wassereinzugsbehörde der Etsch angesetzt. Wie die Zeitung Alto Adige berichtet, werden Vertreter aus Südtirol, dem Trentino, dem Veneto und aus Friaul-Julisch Venetien daran teilnehmen. Sie wollen eine Bewertung der Lage vornehmen.

Bekanntlich klagen Gebiete in Norditalien über anhaltende Trockenheit. Der Bauernverband Coldiretti befürchtet den Ausfall der Ernte von rund 30 Prozent. Besonders die Po-Ebene ist von der Dürre betroffen. Es wird gefordert, dass in den Alpen mehr Wasser in die Etsch abgeleitet wird.

Noch hat die italienische Regierung den Wassernotstand aber nicht – wie von manchen Regionen gefordert – ausgerufen. Tut sie das aber seien mittels Dekret rasche Entscheidungen möglich und auch Südtirol müsste wohl seinen Beitrag leisten. Landeshauptmann Arno Kompatscher hat am Dienstag erklärt, dass sich Südtirol schon in der Vergangenheit solidarisch gezeigt habe. Auch dieses Mal werde man sich nicht verwehren. Es müssten dann aber Maßnahmen getroffen werden, die niemanden bestrafen.

Flavio Ruffini, Abteilungsdirektor der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, sieht in Südtirol noch keinen allgemeinen Wassernotstand, auch wenn einige Gemeinden – wie etwa Tisens – die Verwendung des Trinkwassers für Bewässerung eingeschränkt haben. Momentan würden die Gewitter-Niederschläge die akute Situation abfedern. Langfristig müsste man aber nachhaltig mit der Ressource Wasser umgehen. Wir können nicht weiterhin so tun, als sei Wasser ein unerschöpfliches Gut. Erweiterungen von Skigebieten und landwirtschaftlichem Grün sei kritisch zu sehen. Auch große Wellness-Anlagen von Hotels müssten künftig wohl besser überdacht werden, so Ruffini.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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9 Kommentare auf "Etsch: Noch kein Wassernotstand – heute Treffen"


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Savonarola
4 Tage 6 Min

noch schnell ein paar Hotels und Wellnessslandschaften genehmigen.

Doolin
Doolin
Kinig
3 Tage 23 h

…ja richtig…so lang wir Malediven und andere Wellnesstempel haben und weiter bauen, lass ich mir die Klospülung nicht verbieten!…
🤪

N. G.
N. G.
Kinig
3 Tage 23 h

Natürlich sind Wellness Tempel nicht für Wasser Ersparnis geeignet aber zähls sie doch mal durch, in Südtirol! Was du da sparen würdest, ist lächerlich gering!
Da wird auf Kosten dieser Hotels Populismus betrieben.
Das Problem ist viel grundsätzlicher! Will aber in der normalen Bevölkerung niemand wahrhaben!
Wir alle sind Schuld daran!!!!

falschauer
3 Tage 22 h

@N. G.

richtig, man muss sich als südtiroler schämen, wie in diesem forum zu gewissen themen populistische parolen in die welt posaunt werden und es sind immer diesselben aufwiegler, einfach nur zum 🤮

Savonarola
3 Tage 21 h

@N. G.

gut, dann reduzieren wir die Industrie. Oder überhaupt die Bevölkerung?

Entrjoechar
Entrjoechar
Grünschnabel
3 Tage 21 h

@N. G. so ein blödsinn!! hauptsache immer dagegenreden…
ich kenn ja deine Gewohnheiten nicht, aber als Privater so viel Wasser zu verbrauche, wie für Kunstschnee, Schwimmbäder usw. verprasst wird, ist schlichtsweg nicht möglich!

So ist das
3 Tage 23 h

Das übliche schöne Reden, aber Konkretes wird nicht unternommen, das könnte ja die Lobbys kurz vor dem Wahljahr vergraulen. 😳

traktor
traktor
Kinig
3 Tage 21 h

ich verstehe nicht warum ihr alle so über die hotels schimpft??
das ganze wasser, ausser jenes zur bewässerung wird den flüssen zurückgegeben und zwar geklärt!
wo also ist das problem??

Stryker
Stryker
Tratscher
3 Tage 21 h

Iatz hobmer Johrelong ols derfür getun das es Regenwasser der Oberflächen nimmer in die Flüsse rinnt,und iatz gibs die Retourkutsche!👍

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