Das Pflanzenschutzmittel ist heftig umstritten

EU schlägt Glyphosat-Verlängerung um zehn Jahre vor

Donnerstag, 18. Mai 2017 | 05:39 Uhr

Die EU-Kommission plant, den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat für weitere zehn Jahre in Europa zuzulassen. Es handle sich dabei zunächst um einen Vorschlag, sagte eine Kommissionssprecherin am Mittwoch. Nun müssten Diskussionen mit den EU-Mitgliedsstaaten geführt werden. Man strebe eine Lösung an, die die größtmögliche Unterstützung habe.

Die Europäische Chemikalienagentur ECHA in Helsinki hatte im März das massenhaft als Unkrautvernichtungsmittel eingesetzte Pflanzengift als nicht krebserregend eingestuft. Die EU-Kommission kündigte daraufhin an, bis spätestens Ende des Jahres werde über die erneute Genehmigung entschieden.

Die Nutzung der Chemikalie in der Landwirtschaft war durch eine Studie der internationalen Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation WHO infrage gestellt worden, die Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend einstufte. Unstrittig sind massive negative Einflüsse der Chemikalie auf die Artenvielfalt.

Der amerikanische Monsanto-Konzern verkauft das Mittel unter dem Markennamen Roundup und hat damit Milliardenumsätze gemacht. In der konventionellen Agrarindustrie wird das Mittel zur Ertragssteigerung eingesetzt.

Die EU-Zulassung für Glyphosat war eigentlich am 30. Juni 2016 ausgelaufen. Die EU-Kommission hatte damals die Genehmigung um eineinhalb Jahre verlängert, obwohl der Einsatz unter den Mitgliedsstaaten umstritten ist. Bisher konnten die EU-Staaten keine Einigung darüber erzielen, ob das Herbizid weiter eingesetzt werden darf. Vergangenes Jahr stimmten von den 28 Mitgliedsländern 19 für eine weitere Zulassung, sieben enthielten sich. Frankreich und Malta waren dagegen.

Von: APA/ag.

Kommentare

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13 Kommentare auf "EU schlägt Glyphosat-Verlängerung um zehn Jahre vor"


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elmar
elmar
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Normalerweise wäre es die Aufgabe der Politik uns vor solchen Umweltgifte zu schützen !! und nicht das Gegenteil Hoffentlich werden alle jene die dafür stimmten zum Handkuss kommen !!!;

matthias_k
matthias_k
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

kaufst du Fleisch/Gemüse im Supermarkt? 

Tabernakel
1 Monat 5 Tage

Mals macht es vor!

barlo
barlo
Neuling
1 Monat 5 Tage

@Tabernakel  genau, lieber Unmengen an Diesel für heisses Wasser und teure Umrüstungskosten als einen Liter Roundup. Eine richtige Alternative ist das nicht!

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Jetzt muss man dem armen Bayer Konzern helfen,der hat nämlich Monsanto gekauft,armes Europa!

Pazzoide
Pazzoide
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

korrupter haufen…

iglabnix
iglabnix
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Die lobiisten kearn ogschoft

Gagarella
Gagarella
Superredner
1 Monat 5 Tage

Jeden Abgeordneten ein Schnapsglas Glyphosat jeden Morgen auf EX, und dann mal sehen, wie viele Jahre sie das machen möchten.

gauni2002
gauni2002
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Um dieses durchzuboxen, muss eben Monsanto Unmengen an Parteispenden aufbringen. 

sepp2
sepp2
Tratscher
1 Monat 5 Tage

alles korrupt

patriot
patriot
Tratscher
1 Monat 5 Tage

endlich werd a zeit

hausverstond
hausverstond
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Korrupte schweine vergiften ins no mear…
de leit hobm woll ihr gewissen als erstes obgetötet

zorro1972
zorro1972
Neuling
1 Monat 5 Tage

Also des wundert mi jetzt überhaupt nit. Hon vor einiger Zeit an Bericht gsechn wo einer der Bosse der Lebensmittelindustrie mit versteckter Kamera gefilmt worden isch. Er hot gsog: Die Gesetze haben wir uns bis jetzt immer noch selbst gemach.

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