Plastikstrohhalme dürften bald der Vergangenheit angehören

EU-Staaten für Einweg-Plastik-Verbot

Mittwoch, 31. Oktober 2018 | 15:16 Uhr

Das Aus für Plastikteller, Strohhalme und andere Kunststoff-Wegwerfprodukte in Europa rückt immer näher. Die EU-Staaten stimmten am Mittwoch für das geplante Verbot von Einwegplastik. Das Europaparlament hatte sich bereits vor gut einer Woche dafür ausgesprochen. Bis Ende des Jahres sollen nun die finalen Verhandlungen zwischen beiden Seiten abgeschlossen werden.

Die EU-Kommission hatte im Mai vorgeschlagen, Einmalgeschirr, Strohhalme, Wattestäbchen und andere Wegwerfartikel aus Plastik zu verbannen. Sie legte sich damit mit der Kunststoffbranche an, die laut Behördenangaben 2015 einen Umsatz von 340 Milliarden Euro machte und 1,5 Millionen Menschen beschäftigte. Verboten werden sollen jedoch nur Gegenstände, für die es aus Sicht der Kommission bereits Alternativen gibt.

Die EU-Kommission verspricht sich dadurch große Umweltvorteile. Die Maßnahmen sollen den Ausstoß von Kohlendioxid um 3,4 Millionen Tonnen verringern. Bis 2030 könnten Umweltschäden im Wert von 22 Milliarden Euro vermieden werden, hieß es. Verbraucher könnten bis zu 6,5 Milliarden Euro sparen. Die Kommission begründet den Vorstoß vor allem mit dem Schutz der Ozeane. Mehr als 80 Prozent des Mülls in den Meeren sei Plastik.

“Plastik-Müll verschmutzt unsere Flüsse, Strände und Ozeane. Daher wollen wir Plastik-Produkte, für die es gute Alternativen gibt, verbannen”, sagte Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Österreich hat derzeit den Vorsitz unter den EU-Staaten inne.

Die Kommission hatte vorgeschlagen, die Hersteller bestimmter Wegwerfartikel an den Kosten für die Umweltsäuberung zu beteiligen. Die EU-Staaten wollen nun noch darüber hinausgehen: Nicht nur die Hersteller, sondern auch Firmen, die betreffende Einweg-Produkte importieren beziehungsweise verkaufen, sollen demnach zur Kasse gebeten werden.

Bei dem Kommissionsvorschlag handelt es sich um eine EU-Richtlinie, die Mitgliedstaaten haben dabei nach der finalen Einigung in der Regel zwei Jahre Zeit, die entsprechenden Vorgaben in nationales Recht umzusetzen.

Von: apa

Kommentare

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14 Kommentare auf "EU-Staaten für Einweg-Plastik-Verbot"


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Aurelius
Aurelius
Superredner
20 Tage 15 h

ein guter Ansatz. Es liegt schon viel zu viel Plastikmüll herum und in den Ozeanien

werner66
werner66
Superredner
20 Tage 12 h

Selbstverständlich gibt es eine kleine Ausnahme für diejenigen, die am Meisten solchen Müll verwenden. Starbucks, MC Donald und andere Konzerne, die Milliarden solcher Becher und aufgeschäumte Verpackungen verbrauchen, sind selbstverständlich vom Verbot ausgenommen. 
So ist sie halt, die EU der Großkonzerne.

elvira
elvira
Superredner
19 Tage 16 h

@werner66
do isch ober a wieder angebot und nachfrage…wwnn is hun mc donalds gea brauch i sem unbeding a plastikkdeckl mit rearl fir dar cola??? oder muas men unbeding starbucks gian um an kafee zu trinkn?

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Superredner
20 Tage 15 h

Höchste Zeit den ganzen
Plastikmüll zu verbieten..Früher ging es auch ohne plasik.

Mistermah
Mistermah
Kinig
20 Tage 7 h

Reine augenauswischerei. Ein Tropfen auf den heißen stein. Seht her wir machen was. Das eigentlich Problem bleibt

ivo815
ivo815
Kinig
19 Tage 22 h

@Mistermah tut die EU was isses falsch, tut sie nix, isses auch falsch. Was nu? Sprich mit deinem Therapeuten darüber

elvira
elvira
Superredner
19 Tage 16 h

@Mistermah
genau und viel bleibt holt bei die lait…i glab es gib genua alternativen zu mineral in plastikfloschn oder einkaufstüten

Mistermah
Mistermah
Kinig
18 Tage 9 h

Ivo 😂
Das Problem ist das die Eu immer nur Dinge tut, die den big playern nicht weh tun. Die Eu hätte das Potential die Führung dieses Planeten zu übernehmen und führende Kraft zu sein. Die treibende Feder im Kampf gegen die ungerechte Verteilung des Reichtums weltweit. Doch hat sie in fast 2 Jahrzehnten dies nicht annähernd geschafft. Die Schere geht nicht nur weltweit, sondern auch in Europa selbst, immer weiter auseinander. Und was nun? Warum?

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
20 Tage 14 h

Eigentlich müsste man nicht warten dass die EU das Einwegplastik verbietet. Die Leute sollen selber überlegen was sie konsumieren und was nicht

Leonor
Leonor
Superredner
20 Tage 12 h

6079_Smith_W

Probiere mal im Lebensmittel Geschäft zu gehen und komme ganz ohne Plastik heraus. Es ist echt schwierig. Vielleicht erst durchs verbot denken Sie alles um…?

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
20 Tage 16 h

endlich! Das hat aber lange gedauert!!

Smiley
Smiley
Neuling
20 Tage 8 h

Die Leit miasstn lai mülltrennung lernen, anstott in Müll währendn fohrn fan Fenster ausi zu werfn, nor tatn die Ozeane a seiberer bleiben… und ausserdem konn Plastik mittlerweile a wiederverwendet werdn!

thomas
thomas
Universalgelehrter
20 Tage 19 Min

und das jetzt, wo auch Südtirols Bauern begonnen haben, jeden gemähten Grashalm in Nylon zu verpacken…..auwei

cooler Typ
cooler Typ
Tratscher
17 Tage 22 h

kondome?

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