Kein österreichischer Badesee wird als "schlecht" eingestuft

EU stellt Österreichs Badeseen wieder ein Top-Zeugnis aus

Dienstag, 29. Mai 2018 | 15:20 Uhr

Die Qualität der österreichischen Badegewässer ist wie in der Vergangenheit hervorragend. Der jährliche Badegewässer-Bericht der EU vom Dienstag kommt zu dem Schluss, dass – ebenso wie im Vorjahr – 95,1 Prozent der heimischen Gewässer eine “exzellente Qualität” aufweisen, der Rest ist ausreichend. Kein österreichischer Badesee wird als “schlecht” eingestuft.

Nur in einem von 263 überprüften österreichischen Gewässern war eine Bewertung nicht möglich, geht aus dem von der EU-Kommission und der Europäischen Umweltagentur veröffentlichten Bericht hervor. Im europaweiten Vergleich liegt Österreich damit so wie in den vergangenen Jahren im Spitzenfeld. Einen höheren Anteil an Badegewässern mit “exzellenter Qualität” weisen aktuell nur Luxemburg (100 Prozent), Malta (98,9 Prozent), Zypern (97,3 Prozent) und Griechenland (95,9 Prozent) auf.

Die Qualität des Badewassers im Neusiedler See bei Podersdorf und im Zicksee bei St. Andrä (beide Bezirk Neusiedl am See) wurde im Badegewässer-Bericht der EU über die Saison 2017 wieder mit “ausgezeichnet” bewertet. Beide Badestellen waren 2013 noch als “mangelhaft” eingestuft worden. Seit 2015 habe sich aufgrund von umfangreichen Sanierungsmaßnahmen nachhaltig eine hohe Wasserqualität etabliert, teilte das Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus mit.

In dem Bericht wurde auch der Neusiedler See bei Weiden (Bezirk Neusiedl am See) erwähnt, wo im Sommer des Vorjahres wenige Tage lang ein Badeverbot aufgrund von Bakterienbelastung bestanden hatte. Laut dem Bericht wurden bei weiteren Kontrollen keine Abweichungen mehr festgestellt. Die Ursache für die Belastung habe allerdings nicht festgestellt werden können.

Im europäischen Durchschnitt wurden heuer 85,0 Prozent der Küsten- und Binnengewässer als “exzellent” eingestuft. Dies ist ein Anstieg gegenüber 2013, als nur 82,6 Prozent eine Top-Bewertung erzielten, aber ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert (85,5 Prozent). 96 Prozent der EU-Gewässer erfüllen aktuell die Mindeststandards mit ausreichender Qualität – auch hier ein leichter Rückgang gegenüber dem vergangenen Jahr (96,3 Prozent).

Am schmutzigsten sind die Badegewässer in Bulgarien, wo nur 44,2 Prozent die höchsten Qualitätskriterien der EU erfüllen. Unter dem EU-Durchschnitt liegen außerdem Rumänien, Albanien, Schweden, die Slowakei, die Schweiz, Großbritannien, Estland, Polen, Ungarn, Irland, die Niederlande, Slowenien, Frankreich und Tschechien.

Für den EU-Bericht wurden rund 22.000 Badegewässer am Meer oder im Landesinneren in ganz Europa untersucht. 76 Gewässer erfüllten über die Dauer von fünf Jahren die Anforderung der entsprechenden EU-Richtlinie nicht, 44 davon in Italien, 24 in Frankreich, vier in Spanien und jeweils eines in Bulgarien, Dänemark, Irland und den Niederlanden.

Von: apa

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