Fliegerbombe in Koblenz wurde entschärft

Evakuierungen in Frankfurt und Koblenz wegen Bombenfunden

Samstag, 02. September 2017 | 17:37 Uhr

Massenevakuierungen nach Bombenfunden: In Koblenz ist am Samstagnachmittag eine 500 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. 21.000 Menschen mussten davor ihre Wohnungen verlassen. Am Sonntag steht nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in Frankfurt am Main die größte Massenevakuierung der Nachkriegszeit an. Dort sind mehr als 60.000 Menschen betroffen.

Dort soll am Sonntag eine 1,8 Tonnen schwere Luftmine unschädlich gemacht werden. Aus der Sperrzone wurden bereits Patienten aus zwei Krankenhäusern verlegt, wie Sprecher von Polizei und Feuerwehr berichteten. Außer dem Bürgerhospital und dem Marienkrankenhaus müssen noch zehn Altersheime geräumt werden.

Von der größten Geburtsstation Hessens im Frankfurter Bürgerhospital wurde mittlerweile das letzte Baby in eine umliegende Klinik verlegt, wie Steffen Kunzmann, Chefarzt der Neonatologie, sagte. Bereits seit Donnerstag seien nach und nach Neugeborene überstellt worden. Insgesamt waren 20 Babys betroffen.

Außerdem mussten aus dem 320-Betten-Haus laut Klinikangaben etwas mehr als 100 erwachsene Patienten umtransportiert werden. Auf der Nibelungenallee bildeten Rettungswagen vor der Klinik eine lange Warteschlange, bevor sie auf den Klinikhof fahren und Patienten übernehmen konnten.

In Koblenz ist am Samstagnachmittag eine 500 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. 21.000 Menschen mussten am Vormittag ihre Wohnungen verlassen. Nach einer knappen Stunde war die Bombe erfolgreich entschärft, um kurz nach 16.00 Uhr konnten die Bewohner wieder nach Hause zurückkehren.

Die seit dem frühen Morgen laufende Evakuierung des Gebiets rund um den Fundort war erst um 15.25 Uhr am Nachmittag abgeschlossen. Einige Bewohner hatten sich zunächst geweigert, ihrer Wohnungen zu verlassen. Im Anschluss begannen Experten des Kampfmittelräumdienstes damit, die auf einer Baustelle entdeckte Bombe zu entschärfen.

Von: APA/dpa

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