Zuckerberg sprach von einem "falschen Bild", das gezeichnet wurde

Facebook-Chef: Vorwürfe von Ex-Mitarbeiterin unlogisch

Mittwoch, 06. Oktober 2021 | 11:31 Uhr

Facebook geht nach den Vorwürfen der Ex-Mitarbeiterin Frances Haugen und vieler US-Abgeordneter in den Verteidigungsmodus. “Das Argument, dass wir absichtlich Inhalte fördern, um Menschen für Geld wütend zu machen, ist zutiefst unlogisch”, schrieb Firmenchef Mark Zuckerberg in der Nacht auf Mittwoch auf der eigenen Plattform. Die Kritik von Haugen ließ er an sich abperlen, nannte ihre Argumente “unlogisch” und sprach von einem “falschen Bild”, das gezeichnet werde.

Änderungen stellte Zuckerberg keine in Aussicht. Zuvor hatte Haugen bei ihrer Anhörung im US-Senat mehr Transparenz von dem weltgrößten Internetnetzwerk mit mehr als 3,5 Milliarden Nutzern gefordert und sich für eine Regulierung des am Markt rund eine Billion Dollar teuren US-Technologiekonzerns ausgesprochen. In seltener Einvernehmlichkeit erhielt sie Unterstützung von Demokraten wie auch Republikanern.

“Das Führungsteam des Unternehmens weiß, wie man Facebook und Instagram sicherer machen kann, aber nimmt die notwendigen Veränderungen nicht vor, weil es die astronomischen Gewinne über die Menschen stellt”, sagte Haugen und verwies auf die schädlichen Einflüsse des Netzwerks auf die geistige Gesundheit von Kindern. Facebook “agiert im Verborgenen”.

Zuckerberg wies die Vorwürfe zurück, das weltgrößte soziale Netzwerk fache aus Gewinnsucht die Wut seiner Nutzer an. “Wir verdienen Geld mit Anzeigen, und die Werbekunden sagen uns immer wieder, dass sie ihre Anzeigen nicht neben schädlichen oder wuterregenden Inhalten sehen wollen.” Er kenne keinen Tech-Konzern, der Produkte herstelle, die Menschen wütend oder depressiv machten.

Der demokratische Senator Richard Blumenthal sagte, Facebook wisse, dass Plattformen wie Facebook, Instagram oder WhatsApp abhängig machten. Zugleich rief er Zuckerberg dazu auf, ebenfalls auszusagen und forderte die US-Börsenaufsicht SEC wie auch die US-Aufsichtsbehörde FTC zu Ermittlungen auf. Zuckerberg sprach sich wiederum für eindeutige Regeln bei der Behandlung von Jugendlichen im Netz aus und der Verifizierung ihres Alters.

Die Aktien von Facebook legten wieder zu. Nach dem stundenlangen Ausfall der Dienste am Montagabend war es noch deutlich nach unten gegangen. Weil Facebook, Instagram und WhatsApp nicht erreichbar waren, wandten sich Nutzer anderen Anbietern zu. Bei der Messenger-App Telegram meldeten sich mehr als 70 Millionen neue Leute an, wie Gründer Pawel Durow sagte.

Von: APA/Reuters

Kommentare

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5 Kommentare auf "Facebook-Chef: Vorwürfe von Ex-Mitarbeiterin unlogisch"


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Trina1
Trina1
Universalgelehrter
15 Tage 2 h

Ich finde dass es zuviele Abhängigkeiten gibt in dieser Illusorischen Scheinwelt.

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
14 Tage 23 h
Hallo zur Wochenmitte, als Gast im Wirtshaus hörte/hört man auch heute noch die abenteuerlichsten und absurdesten Geschichten. Es lag in der Verantwortung des Gastes das Gehörte abzuwägen und anhand des eigenen Verstandes zu urteilen ob es der Wahrheit entspricht, notfalls beriet man sich mit anderen Gästen über das Gehörte. Keinesfalls konnte der Gastwirt in Haftung genommen werden weil man das Thekengerücht “heute ist alles bis 8 Promille frei” geglaubt hat.. Das nennt sich juristisch auch “allgemeine Geschäftsfähigkeit”. Das selbstständige Denken scheint in der westlichen Hemisphäre zunehmend durch “ich will lesen was ich zu denken habe und wehe es stimmt nicht”… Weiterlesen »
nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
15 Tage 25 Min

Der Zuckerberg hat sich noch gar nicht bei mir gemeldet, um nachzufragen, warum ich gestern mein fb-Account gelöscht habe…

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
15 Tage 56 Min

Die einzige Logik hier ist dass man das macht (oder mache lässt) das einem am meisten Geld oder Vorteile bringt.

Faktenchecker
14 Tage 15 h

Ein schlecht gemachter Fiffi. 😂😂😂😂

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