Hunderte Menschen werden noch vermisst

Fast 100 Tote nach Dammbruch in Brasilien registriert

Donnerstag, 31. Januar 2019 | 05:45 Uhr

Nach dem Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 99 gestiegen. 259 weitere Menschen wurden noch vermisst, wie die Zivilschutzbehörde am Mittwoch mitteilte. Nach Einschätzung der Rettungskräfte besteht kaum noch die Aussicht, Überlebende zu finden. Die letzten Überlebenden waren Samstagfrüh geborgen worden.

Der Damm an der Mine Corrego do Feijao des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale war am Freitag gebrochen. Eine Schlammlawine war über Teile der Anlage und benachbarte Siedlungen nahe der Ortschaft Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais hinweggerollt und hatte Menschen, Häuser und Tiere unter sich begraben. Insgesamt ergossen sich rund zwölf Millionen Kubikmeter Schlamm auf eine Fläche von etwa 290 Hektar – das entspricht gut 400 Fußballfeldern.

Die Betreiberfirma Vale bot den Familien der Opfern Geld an. Das Unternehmen wolle pro Todesopfer oder Vermisstem 100.000 Reais (23.600 Euro) zahlen, kündigte Konzernsprecher Sergio Leite an. Dies sei ein freiwilliges Angebot des Unternehmens und keine Entschädigungszahlung.

Von: APA/dpa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Fast 100 Tote nach Dammbruch in Brasilien registriert"


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Kinig
19 Tage 12 h

Eine Katastrophe die vermutlich hätte verhindert werden können. Wie traurig.

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