Zehn Kilo Marihuana und gefälschte Ausweise gefunden

Festnahmen nach Drogenhandel, Einbrüchen und Internetbetrug

Montag, 04. September 2017 | 13:15 Uhr

Drogenhandel, Einbrüche, Internetbetrug, gewerbsmäßiger Diebstahl, Besitz gefälschter Ausweise – die Liste an Delikten die einer neunköpfigen Bande vorgeworfen wird, ist lang. Die Männer waren Samstagfrüh in Graz und Wien festgenommen worden. Ermittler stellten bei Hausdurchsuchungen zehn Kilo Marihuana, 10.000 Euro Bargeld, Cannabispflanzen, Einbruchswerkzeug und gefälschte Ausweise sicher.

Seit April 2017 ermittelte das Bundeskriminalamt (BK) gemeinsam mit dem Stadtpolizeikommando Graz gegen die Bande. Der Kopf ist ein 49-jähriger Serbe, er wurde am Samstag am Gürtel in Wien bei der Übergabe von 15 Gramm Kokain festgenommen. Die acht Komplizen – alle Österreicher im Alter zwischen 18 und 49 Jahren – wurden gegen 5.00 Uhr in Wien, zwei in Graz geschnappt. Ihnen wurden bisher 18 Einbrüche in Firmen und Geschäftslokale in Graz nachgewiesen, berichtet das BK. Zuvor hatte die “Kronen Zeitung” darüber berichtet.

Die Männer wurden bereits länger überwacht. Dabei kam heraus, dass sie in Graz einen schwunghaften Drogenhandel mit Cannabis und Kokain betrieben haben. Das Suchtgift wurde vom Serben von Wien nach Graz transportiert und dort gehandelt. Insgesamt 15 Hausdurchsuchungen wurden durchgeführt, dabei stellten die Beamten in Wien auch eine Cannabisaufzuchtanlage mit 40 Pflanzen sicher. Auch Sturmhauben, Diebesgut, mehr als 70 Handys, Wertkarten und Laptops wurden beschlagnahmt.

Ein Bandenmitglied – ein 45-jähriger Österreicher – hatte sich zahlreiche Ausweise fälschen lassen, darunter auch Führerscheine, Behinderten-, Polizei-Dienstausweise und einen, der ihn als angeblichen FBI-Agenten ausweist. Alle waren auf seinen richtigen Namen ausgestellt. “Es gibt keine Beweise, dass er sich als Polizist ausgegeben hat”, sagte BK-Sprecher Vincenz Kriegs-Au.

Die Bande soll arbeitsteilig vorgegangen sein. Ihre Mitglieder sollen auch im großen Stil Internetbetrügereien durchgeführt haben. Über fingierte Namen und Adressen bestellten sie Ware online und verkauften sie anschließend weit unter dem Normalwert. So wurden in den vergangenen Wochen beispielsweise 19 Sätze Reifen, Laptops, Kühlschränke, Ferngläser und andere Gegenstände geordert und an Käufer beziehungsweise Hehler im Großraum Graz verkauft, berichtete das Bundeskriminalamt.

Von: apa

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