In Miami bereitet man sich vor

Florida in Angst vor Hurrikan “Irma”

Samstag, 09. September 2017 | 21:41 Uhr

Peitschende Winde, Sturmfluten, Überschwemmungen: Die Menschen im US-Bundesstaat Florida bereiten sich wegen des Hurrikans “Irma” auf ein Katastrophenszenario vor. Der Sturm verlor bei seinem Zug über den Norden Kubas zwar etwas an Kraft, blieb aber extrem gefährlich. Der US-Wetterdienst warnte vor sintflutartigen Regenfällen, Sturzfluten und Tornados in Florida.

Rund 6,3 Millionen Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich vor dem Sturm in Sicherheit zu bringen. Das entspricht rund 30 Prozent der Bevölkerung des Bundesstaates. Floridas Gouverneur Rick Scott rief alle Menschen in den Evakuierungszonen am Samstag erneut eindringlich dazu auf, sich in Schutzräume zu begeben. Bis zum Nachmittag hatten bereits mehr als 50.000 Menschen Zuflucht in Notunterkünften gesucht.

Die ersten Ausläufer des Sturms erreichten den “Sunshine State” bereits. In Küstenorten wie Miami Beach wehte heftiger Wind, hohe Wellen klatschten an die Ufer.

Nach den Vorhersagen könnte das Zentrum von “Irma” am frühen Sonntagmorgen Ortszeit (Sonntagmittag MESZ) auf der Inselgruppe der Florida Keys an Land treffen, bevor er weiter in Richtung des Festlandes zieht. Florida liegt in einer Zeitzone sechs Stunden hinter Deutschland.

Das US-Hurrikan-Zentrum stufte den Sturm zwar in die Kategorie 3 der fünfstufigen Skala hinab. Die Meteorologen warnten aber davor, dass der Hurrikan wieder an Stärke gewinnen könne, bevor er auf die Inselgruppe der Florida Keys trifft. Es wurde damit gerechnet, dass er dort mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde aufschlägt.

“Das ist der große Hurrikan, vor dem wir uns alle auf den Florida Keys gefürchtet haben”, sagte der Verwalter des Bezirkes Monroe, Roman Gastesi. Auf der Inselgruppe leben rund 70.000 Menschen. Die Sicherheitsbehörden verlegten 460 Gefängnisinsassen auf das Festland. Nach Angaben des Bezirks wurden alle Krankenhäuser und Notaufnahmen auf den Inseln geschlossen. Richtige Notunterkünfte gibt es dort nicht. Die Behörden richteten aber vorübergehende Zufluchtstätten ein.

Das Festland sollte von “Irma” im Laufe des Sonntags erreicht werden. Den Prognosen zufolge könnte der Sturm nach Nordwesten abschwenken und dann an der Westküste entlangziehen.

Gouverneur Scott mobilisierte 7.000 Mitglieder der Nationalgarde. Florida sei insgesamt gut auf den Hurrikan vorbereitet, sagte er. Er schätzte aber, dass in Notunterkünften rund tausend Krankenschwestern und Pfleger gebraucht würden. Scott rief Freiwillige auf, sich zu melden.

An der Westküste bereiteten sich die Menschen von Fort Myers bis hoch nach Tampa auf das Schlimmste vor. In einigen Gegenden wurde mit bis zu 4,5 Meter hohen Sturmfluten gerechnet.

Tampa liegt in einer Bucht des Golfs von Mexiko. In der Region münden mehrere Flüsse ins Meer, das macht sie noch anfälliger für Überschwemmungen. Experten gehen davon aus, dass die Stadt und die umliegenden Bezirke schlecht gerüstet sind für einen Hurrikan.

Obwohl der Sturm den Westen der Halbinsel schlimmer treffen könnte, galt auch in der Metropolregion Miami keine Entwarnung. Meteorologen rechneten auch hier mit orkanartigen Böen und Sturmfluten.

Auch in den benachbarten Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen. Modelle des Hurrikanzentrums sehen “Irmas” Zug bis hinauf nach Atlanta reichen. In seiner Folge werden Überflutungen auch an den Küsten Georgias sowie South und North Carolinas erwartet.

In der Nacht auf Samstag war das Zentrum von “Irma” auf das Camagüey-Archipel an der Nordküste Kubas getroffen. Dabei legte der Hurrikan noch einmal an Stärke zu und wurde vom Warnzentrum vorübergehend auf die höchste Kategorie 5 hinaufgestuft. Danach zog “Irma” als Sturm der Kategorie 4 an Kuba entlang. Auf Fernsehbildern waren hohe Wellen, starke Regengüsse, umgestürzte Bäume und beschädigte Gebäude zu sehen. Die Parteizeitung “Granma” berichtete von Überschwemmungen und Sachschäden. Meldungen über Tote lagen nicht vor. Zehntausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Auf den betroffenen Inseln in der Karibik hatte der Sturm inoffiziellen Schätzungen zufolge insgesamt mehr als 20 Menschen das Leben gekostet, einige Gebiete gelten als unbewohnbar. Allein auf den britischen Jungferninseln starben vier Menschen, auf Anguilla gab es einen Todesfall, wie britische Medien am Samstag berichteten.

In den von “Irma” schwer verwüsteten französischen Überseegebieten Saint-Martin und Saint-Barthelemy in der Karibik galt wegen eines weiteren Hurrikans die höchste Gefahrenstufe. Der französische Wetterdienst rief am Samstag die Alarmstufe Violett aus. Die Meteorologen rechneten damit, dass der Tropensturm “Jose” etwa 100 Kilometer nördlich der Inseln vorbeiziehen könnte.

Das US-Hurrikanzentrum in Miami stufte den Sturm am Samstag als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie 4 ein. “Jose” erreichte demnach Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde.

Die Bewohner der Inseln Antigua und Barbuda konnten dagegen vorerst aufatmen: Laut der Prognose sollte der Sturm die Inseln voraussichtlich nicht direkt treffen. “Irma” war vor einigen Tagen direkt über Barbuda hinweggezogen und hatte die kleine Insel verwüstet.

Die Regierung von Antigua hob die Hurrikan-Warnung für die Inseln auf, eine Warnung vor einem Tropensturm blieb in Kraft.

Von: APA/dpa/ag.

Kommentare

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16 Kommentare auf "Florida in Angst vor Hurrikan “Irma”"


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urban
urban
Tratscher
14 Tage 5 h

also dann weiter so ihr dummen amis.
lernt selber zu denken und lasst euch nicht euer gehirn noch mehr verbrennen.
ES GIBT DIE ERDERWÄRMUNG UND IHR SEID ZIEMLICH FÜHREND AN DER VERSCHMUTZUNG BETEILIGT.
ihr seid wie ein haufen dummer enten: einer geht vorraus und ihr gackert und läuft ihm nach.
typisch amerikanisch.

Dagobert
Dagobert
Tratscher
14 Tage 3 h

Bravo Urban 👍du hast vergessen zu erwähnen dass die Arroganz der Amys nicht zu überbieten ist.
Die glauben doch dass ausserhalb der USA nur Deppen leben.

Lingustar
Lingustar
Superredner
14 Tage 1 h

Lemminge……  wie die Lemminge !!!

speckbrot
speckbrot
Tratscher
13 Tage 20 h

@urban
Erstens bist du ein Rassist, zweitens bestreiten auch die Amis nicht, dass es eine Erderwärmung gibt. Es ist nur nicht erwiesen, ob sie menschengemacht ist oder natürlich. Vereiste Nord- und Südpole z.B. gab es während der gesamten Erdgeschichte nur sehr selten.

luisa
luisa
Grünschnabel
13 Tage 18 h

Du redsch an schion dreck sorry….

urban
urban
Tratscher
13 Tage 16 h

@speckbrot
ein Rassist??
ich glaube du kennst Rassismus nicht!
die Lobby regiert amerika und damit nicht genug.
die bevölkerung kann nicht selbsständig denken und gackert und gackert alles nach.
Profit und Gier regiert.
wach auf und schreibe nicht so einen schmarrn.
BITTE UND DANKE

speckbrot
speckbrot
Tratscher
13 Tage 14 h

@urban 
1.Wenn jemand pauschal ein Volk als dumm abstempelt, ist er ein Rassist.

2. Gerade Leute wie du gackern alles nach, was die Systemmedien abliefern. Dieser angeblich von Menschen verursachte Klimawandel nur eins ist: ein großes Geschäft. Konzerne und Politiker lachen sich doch ins Fäustchen. Oder glaubst du im Ernst, da hält sich einer an dieses Pariser Klimaabkommen? 
https://www.youtube.com/watch?v=N-0Md4WSe-g

Staenkerer
12 Tage 17 h

de erwärmung bestrein se jo nit, de sogn lei das de s ereigniss isch des sich schun oft ereignet hot in der erggeschichte, wos schlußentlich jo stimmt! klimaerwärmung hots long vor auto, fabrikn u. sprydosn gebn, mi wundrat wos de sem verursocht hot? de flutulenzien der dinos worscheinlich .. 😆???
wos mi mehr wundert isch de bauweise der gegenden, ok. ba de windstärkn werd nit viel stondholtn, ob. man sicht holt sehr oft das lei bretterhaufn übrig bleibn, daraus schließ i das viel reine holzhäuser gebaut wern!

Dagobert
Dagobert
Tratscher
14 Tage 3 h

Ob der Trump es noch einmal wagen wird zu behaupten, dass der Klimawandel nicht existiert ????

der echte Aaron
der echte Aaron
Tratscher
13 Tage 21 h

@Dagobert
Wieso? Existiert er? Mag zwar die Amis überhauptnicht aber den Klimawandel gab es schon immer, sogar bei den Mayas, Azteken u.s.w,

Staenkerer
12 Tage 17 h

sell hot er nit behauptet, er hot lei den stuss nit akzeptiert das der klimawondl vom mensch verursocht werd! das mir den planet zugrunde richtn, sell isch klor, ob. den klimawandel hobn mir nit gemocht u. den wern mir a nit aufderholtn!
longonholtende wärme- u. kälteperioden de vieles auf erden massiv verändern hots ollm gebn, no vor es in mensch gebn hot u. sobold der no in höhln ghaust hot!

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
15 Tage 4 h

Diese Naturgewalt ist einfach nur zum weinen….

Eine Kraft die den Menschen vor Ort alles genommen hat….unfassbar

Lingustar
Lingustar
Superredner
14 Tage 1 h

ich wünsche, dass dieser Wirbelsturm (Utopie…) weder in Kuba noch sonstwo irgendetwas zerstört. Allerdings in Florida sämtliche Paläste etc. von Trump dem Erdboden gleichmacht..!!  Der soll von seinem Golfclub nicht mal mehr ne Sandburg bauen können…

iuhui
iuhui
Superredner
13 Tage 16 h

dear Trump, vielleicht doch noch ein bisschen Klimaschutz?

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
13 Tage 6 h

Wer diesen Sturm Trump und seiner Politik zurechnet, disqualifiziert sich selbst.

Mir tun die Betroffenen solcher Naturkatastrophen leid. Die Kräfte der Natur überraschen einem immer wieder.

Staenkerer
12 Tage 17 h

bin gonz deiner meinung!
mir tien de leit a sehr load, ob. für den sturm u. olle onderen, konn man niemand verontwortlich mochn!

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