Zahl der Hospitalisierten steigt

Forschungsinstitut GIMBE warnt vor Zunahme der Corona-Fälle in Südtirol

Donnerstag, 29. September 2022 | 17:38 Uhr

Bozen/Trient – Das renommierte Forschungsinstitut GIMBE mahnt zur Vorsicht aufgrund der wachsenden Anzahl der Corona-Neuinfektionen. Laut Monitoring habe sich sei die Anzahl neuer Fälle in der Woche vom 21. bis 27. September um 34 Prozent im Vergleich zur Vorwoche gestiegen. Südtirol liegt hier im italienweiten Trend

Allerdings ist die Hospitalisierungsrate in Südtirol überdurchschnittlich hoch. Während die Bettenbelegung auf Normalstationen in Südtirols Krankenhäusern um 15 Prozent über dem nationalen Durchschnitt liegt, befinden sich auf den Intensivstationen um vier Prozent mehr Covid-19-Patienten als im übrigen Staatsgebiet.

Auch im Trentino wurde eine Verschlechterung registriert – mit einer Steigerung der Neuinfektionen um 44,1 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Auch in unserer Nachbarprovinz ist die Hospitalisierungsrate höher als im nationalen Durchschnitt, und zwar um 11,6 Prozent bei den Betten auf Normalstationen und um 2,2 Prozent bei den Intensivplätzen.

In Südtirol haben 13,1 Prozent der Bevölkerung im Alter von über fünf Jahren noch überhaupt keine Impfdosis erhalten. In Trentino sind es hingegen nur 8,8 Prozent. Italienweit liegt der Durchschnitt bei zehn Prozent.

Die Hospitalisierungsrate ist in Italien insgesamt um 4,5 Prozent gestiegen. Die Belegung der Intensivstationen hat allerdings um 14,7 Prozent abgenommen. Auch die Anzahl der Todesfälle nahm um 8,1 Prozent ab.

Von 6,81 Millionen Personen, die überhaupt keine Impfung erhalten haben, sind 1,05 Millionen von einer Covid-19-Erkrankung genesen. 7,55 Millionen Italienerinnen und Italiener haben die dritte Dosis nicht erhalten, bei 2,22 Millionen davon handelt es sich um Genesene, die derzeit noch warten müssen.

Nur 3,26 Millionen Italiener ließen sich die vierte Dosis spritzen. Weder die italienische Arzneimittelagentur AIFA noch das Gesundheitsministerium haben diesbezüglich eine Einschätzung abgegeben, was Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren betrifft.

Das Forschungsinstitut warnt vor einer neuen Welle in Italien empfiehlt dringend, ältere Personen und andere Risikopatienten mit der vierten Impfung zu schützen. Außerdem sollten Masken in geschlossenen Räumen und bei Menschenansammlungen getragen werden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "Forschungsinstitut GIMBE warnt vor Zunahme der Corona-Fälle in Südtirol"


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king76
king76
Tratscher
1 Monat 27 Tage

Mir mocht die Stromrechnung und Gasrechnung mehr sorgen, do gibs no kone Impfung

TKirk
TKirk
Tratscher
1 Monat 27 Tage

Wow, ohne “renomiertes Forschungsinstitut” wäre ich nie drauf gekommen dass im Herbst die Infektionen ansteigen werden.

Universalgelehrter
1 Monat 27 Tage

🤨 Eigentlich sollte einem dieser Post suggerieren, dass wir wieder mal trauriger Spitzenreiter sind…. Kein Grund stolz darauf zu sein, im Gegenteil!

anonymous
anonymous
Kinig
1 Monat 27 Tage

Eigenverantwortung ist für viele ein Fremdwort

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