Fall von Folter am Bozner Landesgericht verhandelt

Frau gefesselt und mit Messer verletzt: Drei Jahre Haft

Mittwoch, 25. Mai 2022 | 08:55 Uhr

Bozen – Er soll seiner Partnerin das Leben zur Hölle gemacht haben. Ende August des vergangenen Jahres eskalierte die Situation vollends: Der 40-Jährige soll die Frau an einen Stuhl gefesselt und ihr mit einem Messer Verletzungen zugefügt haben. Nun wurde über den Mann ein Vergleich über drei Jahre Haft abgesegnet, wie die italienische Tageszeitung Alto Adige berichtet. Ein vergleichsweise milder Ausgang, denn bei Folter reichen die Strafen von vier bis zehn Jahren Haft. Der Richter stimmte dem Vergleich aber zu, weil der Angeklagte bereit war, sich einer Therapie zu unterziehen. Außerdem erließ der Richter ein Annäherungsverbot an die mittlerweile ehemalige Partnerin.

Schon seit Jahren lebte das Paar in Südtirol. Offenbar soll es aber schon in der Vergangenheit zu kritischen Situationen gekommen sein. Ende August 2021 soll der Mann seine Partnerin dann am Stuhl gefesselt mit einem Messer verletzt haben, was den Tatbestand der Folter erfüllt. Als die Frau ihre Verletzungen – begleitet von ihrem Peiniger – im Bozner Krankenhaus behandeln ließ, schlugen die Ärzte Alarm und informierten die Carabinieri. Der Mann gab an, die Frau sei mit dem Fahrrad gestürzt. Doch die weiterführenden Ermittlungen brachten ein anderes Ergebnis ans Licht.

Nun wurde der Vergleich über drei Jahre abgesegnet. Weil das Strafmaß unter vier Jahren liegt, hat der 40-Jährige die Möglichkeit, Betreuung auf Probe an die Sozialdienste zu erhalten. Die Frau lebt indes in einer geschützten Einrichtung

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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11 Kommentare auf "Frau gefesselt und mit Messer verletzt: Drei Jahre Haft"


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Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 7 Tage

Für solche Individuen sollte es keinen Strafnachlass geben!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 7 Tage

Auge um Auge, gell? Es gab einen Fall in dem eun Mann einer Frau Säure ins Gesicht geschüttet und unglaublich verunstaltet hat. Das Strafmaß, ich glaube Iran, war es, die Frau durfte nach dem Urteil, das Selbe beim Täter machen.
Se hat verzichtet! Ging weltweit durch die Schlagzeilen.
Frage an dich, warum hat sie verzichtet? Weil sie denkt wie du?
Die Frage stelle ich nur darum, weil du nichts anderes zu kennen scheinst als BESTRAFUNG und diese dann hart und unerbittlich!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 7 Tage

Richterin GNADENLOS!

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 7 Tage

…ein Arzt sieht ja sofort, dass Verletzungen nicht von einem Fahrradsturz stammen…

schlex
schlex
Tratscher
1 Monat 7 Tage

viel zu gering!!!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 7 Tage

Bist Staatsanwalt, Verteidiger, Richter, Sachverständiger und Exekutivbeamter in einer Person? Wars nicht ein Vergleich und alle Parteien waren zufrieden?

Freesia
Freesia
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Die Frau wird de Rest ihres Lebens in lebensgefahr bleiben… 😟

ieztuets
ieztuets
Tratscher
1 Monat 7 Tage

Therapie kostet sicher in Stoot sicher viel Geld und in ihn weart des Obortige decht ollm schlummern!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 7 Tage

Ich breche hier keine Lanze für den Täter!!!
Aber woher weisst du das? Woher weißt du das er immer so bleiben wird?
Zweite Frage, Therapie kostet Geld. Kostet nicht auch Knast Geld und was wäre dann denn DEINE Lösung?

Entequatch
Entequatch
Tratscher
1 Monat 7 Tage

Und dies soll justiz sein? Einer der am strassenrand pinkel bekommt eine höhere strafe

ieztuets
ieztuets
Tratscher
1 Monat 6 Tage

“Lösung” weiß ich natürlich auch keine… aber Vergleich wie bei einer in Konkurs geratenen Firma?… habe auch nicht gesagt, dass es immer so bleiben muss, nur Gefängnis ist wohl weniger kostenaufwendig als alles was mit der Therapie zusammenhängt… zudem wie ich es verstehe kann er auf freiem Fuß bleiben, hingegen die Frau “muss” in einer geschützten Einrichtung leben…
und dafür scheint es mir zu gefährlich dass der Frau etwas passiert,
eher schreckt die eigentlich schon vom Gesetz – wenn auch in sehr
unterschiedlich festzusetzendem Ausmaß – vorgesehene Strafe ab! Priorität müsste eigentlich das Opfer haben nicht die Betreuung des Täters!

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