In der Wohnung wurden mehrere Messer sichergestellt

Frau in Wien-Favoriten getötet – 61-Jähriger festgenommen

Donnerstag, 24. Mai 2018 | 18:51 Uhr

Eine 43-jährige Frau ist am Donnerstagnachmittag in einer Wohnung in Wien-Favoriten getötet worden. Entdeckt wurde die Frau von ihren Töchtern, die beiden volljährigen Frauen verständigten den Notruf. Der 61-jährige Ehemann wurde noch in der Wohnung als Verdächtiger festgenommen. “Die Töchter erlitten einen Schock, sie werden vom Kriseninterventionsteam betreut”, so Polizeisprecher Daniel Fürst.

Der Ehemann ließ sich widerstandslos festnehmen. Seine Kinder attackierte der Mann nicht, sie blieben unverletzt. Die beiden Töchter waren kurz vor 14.30 Uhr in die Wohnung der Familie am Arthaberplatz gekommen. Sie verständigten die Einsatzkräfte und gaben an, dass ihre Mutter schwer verletzt sei. Einsatzkräfte der Wiener Berufsrettung und Beamte des Stadtpolizeikommandos fanden die Rumänin blutend und mit zahlreichen Schnitt- und Stichverletzungen im Oberkörper auf. Reanimationsversuche blieben erfolglos, die Frau starb noch am Tatort, sagte Fürst.

Die Spurensicherung war am späten Nachmittag noch in der Wohnung im zweiten Stock. Dort wurden mehrere Messer sichergestellt. “Ob bzw. welches davon die Tatwaffe war, ist noch unklar”, sagte Fürst. Eine Obduktion der Toten wurde angeordnet. Das Motiv der Bluttat war vorerst unklar, der 61-Jährige muss erst einvernommen werden.

Es war die zweite tödliche Messerattacke binnen kurzer Zeit in Wien. Am Mittwochabend wurde in Ottakring die Leiche eines gebürtigen Türken in seiner Wohnung in der Lienfeldergasse entdeckt. Freunde des 32-jährigen Taxilenkers hatten sich Sorgen gemacht, weil sie von dem Mann schon länger nichts gehört hatten, und die Polizei verständigt. Daraufhin brachen Beamte des Stadtpolizeikommandos Ottakring und der Wega die Tür seiner Wohnung auf und fanden den Mann tot am Boden. Mit einem Küchenmesser waren dem Mann tödliche Schnitt- und Stichverletzungen zugefügt worden. Die Tatwaffe wurde sichergestellt. Die Hintergründe dieser Tat sind laut Fürst noch völlig unklar.

Von: apa

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