Verdächtiger Lebensgefährte des Opfers wurde festgenommen

Frau starb an Kopfverletzungen: Lebensgefährte festgenommen

Mittwoch, 19. Juli 2017 | 14:15 Uhr

Anfang Juli ist eine 37-jährige Frau in Wien mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus geliefert worden, wo sie drei Tage später starb. Eine Obduktion ergab Fremdverschulden. Am Dienstag wurde der Lebensgefährte der Frau festgenommen, berichtete die Polizei am Mittwoch. Der 45-jährige Pole verweigerte nach widersprüchlichen Angaben die Aussage.

Die Einsatzkräfte waren am 7. Juli kurz vor 19.00 Uhr in die Wohnung des Paares in die Märzstraße in Rudolfsheim-Fünfhaus gerufen worden. In der Küche fanden sie die bewusstlose Frau mit schweren Kopfverletzungen am Boden liegend vor. Der stark alkoholisierte 45-Jährige hatte den Notruf verständigt. Er behauptete, die Frau sei aufgrund ihrer Alkoholisierung zu Sturz gekommen. Die 37-Jährige starb am 10. Juli im Krankenhaus. Schon im Spital wurden Hämatome am ganzen Körper der Ukrainerin entdeckt.

Die Obduktion ergab, dass zahlreiche Verletzungen, darunter auch Würgemale, nicht von einem Sturz stammen können. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. Die Beamten forschten schließlich eine Zeugin aus, die den Lebensgefährten der Frau belastete, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger.

Am Montag erließ die Staatsanwaltschaft wegen absichtlich schwerer Körperverletzung mit Todesfolge eine Festnahmeanordnung. Beim ersten Versuch, den 45-Jährigen festzunehmen, wurde dieser nicht in der Wohnung in der Märzstraße angetroffen. Am Dienstag kurz vor 10.00 Uhr nahmen ihn Wega-Beamte in der Wohnung fest. In der Einvernahme blieb der Pole zunächst bei der Unfalltheorie, machte aber widersprüchliche Angaben. Nach Rücksprache mit seiner Anwältin verweigerte er schließlich die Aussage. Er wurde in die Justizanstalt gebracht.

Von: apa