Großeinsatz nach dem Hubschrauberunglück

Fünf Tote bei Absturz von Militärhubschraubern in Frankreich

Freitag, 02. Februar 2018 | 17:35 Uhr

Fünf Offiziere der französischen Armee sind beim Absturz zweier Hubschrauber in Südfrankreich ums Leben gekommen. Wie die Präfektur des Verwaltungsbezirks Var am Freitag mitteilte, wurden die Leichen der Soldaten in den Helikoptern gefunden. Die Arbeitshypothese der Ermittler sei, dass die Hubschrauber zusammengestoßen sind, sagte Staatsanwalt Xavier Tarabeux.

Die genauen Umstände und die Ursache des Unglücks seien aber noch unklar. “Dieser Unfall, diese Katastrophe ist ein Drama”, sagte Verteidigungsministerin Florence Parly, die am Freitag den Stützpunkt im Hinterland der Cote d’Azur besuchte, wo die Hubschrauber des Typs Gazelle stationiert waren. Auch Präsident Emmanuel Macron sprach den Familien der getöteten Armeeangehörigen sein Beileid aus.

Die fünf Piloten seien bei einem Übungsflug unterwegs gewesen und hätten sich auf künftige Einsätze vorbereitet, hieß es in einer Erklärung des Elyseepalastes. Die Hubschrauber gehörten zu einer Flugschule des französischen Heeres in Le Cannet-des-Maures zwischen Marseille und Nizza. Das Unglück ereignete sich nach Medienberichten am Morgen am Südufers des Sees von Carces, etwa 50 Kilometer nordwestlich des Mittelmeer-Badeortes Saint-Tropez.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stürzte einer der Hubschrauber auf eine Straße, der zweite wurde etwa 600 Meter entfernt in einem Wald gefunden – er war beim Aufprall in Flammen aufgegangen. Der Unfall habe sich kurz nach dem Start ereignet, sagte Tarabeux. Es hätten erfahrene Piloten am Steuer gesessen.

Am Flugplatz Le Luc bei Le Cannet-des-Maures befindet sich auch ein deutsch-französisches Ausbildungszentrum für Piloten von Tiger-Kampfhubschraubern. Dort sind rund 170 deutsche Soldaten stationiert.

Von: APA/dpa