Gegend rund um den Tatort abgeriegelt

Fünf Tote bei Schusswaffenangriff in US-Stadt Milwaukee

Donnerstag, 27. Februar 2020 | 16:36 Uhr

Ein Mann hat in der US-Stadt Milwaukee auf dem Gelände einer Brauerei fünf Menschen getötet. Danach habe sich der 51 Jahre alte Täter erschossen, teilte die Polizei mit. Zuvor hatte sich auch US-Präsident Trump zu der Tat geäußert. Es habe sich um einen “bösen Mörder” gehandelt, sagte Trump. “Das ist eine schreckliche, schreckliche Sache”.

Bei dem Mann soll es sich laut US-Sender CNN und weiteren Medienberichten um einen Angestellten der Brauerei handeln, der in den Komplex gestürmt sei und fünf Mitarbeiter getötet habe. Ein Motiv für die Tat war zunächst nicht bekannt. Nach Medienberichten soll der Mann kurz vor seiner Gewalttat entlassen worden sein. Ein Bestätigung dafür gab es vorerst nicht.

Der Bürgermeister von Milwaukee, Tom Barrett, sprach von einem “schrecklichen Tag”. Der Polizei zufolge bestehe keine weitere Gefahr – Details zu den Opfern wolle man zunächst nicht veröffentlichen. Zuerst wolle man die Familien kontaktieren.

Bei der Firma Molson Coors, deren 160 Jahre alte Brauerei ein Markenzeichen der Stadt im nördlichen Bundesstaat Wisconsin ist, arbeiten Hunderte Menschen. Lokale Ableger der Nachrichtennetzwerke ABC und NBC zeigten ein Großaufgebot von Einsatzkräften inklusive schwer bewaffneter Spezialeinheiten.

Zwischenzeitlich waren alle Gebäude in der Gegend abgesperrt. Medienangaben zufolge mussten auch Schüler in einer nahen Highschool zunächst im Gebäude bleiben. In den USA kommt es wegen weitverbreiteter Schusswaffen immer wieder zu tödlichen Angriffen. Zehntausende sterben jedes Jahr durch Waffengewalt.

Das Blutbad in der Brauerei reiht sich in eine lange Liste von Schusswaffenangriffen in den USA mit mehreren Todesopfern ein. Allein im vergangenen Jahr gab es in den Vereinigten Staaten nach Angaben der Forschungsgruppe Gun Violence Archive 419 solcher Vorfälle.

Das laxe US-Waffenrecht spielt eine zentrale Rolle im Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl im November. Präsident Donald Trump ist ein enger Verbündeter der mächtigen Waffenlobby NRA (National Rifle Association), die sich über die Jahre hinweg erfolgreich gegen einschneidende Einschränkungen des Waffenrechts eingesetzt hat.

Von: APA/dpa/ag.

Kommentare

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2 Kommentare auf "Fünf Tote bei Schusswaffenangriff in US-Stadt Milwaukee"


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Lana77
Lana77
Superredner
1 Monat 6 Tage

“Umstrukturierung” isch a netter Begriff. Hoast nix onderes als dass Manager gleichviel oder sogor nou mear verdianen und a Orbeiter fe uan Moment afn ondern seine Existenz verliert. Kuan Wunder dass do oft uaner durchdrahnt !

Don Bass
Don Bass
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Und dann den Waffengesetzen die Schuld geben.
Man schaue in die Schweiz, dort besteht Wehrpflicht und anschließend muss die Waffe zu Hause aufbewahrt werden.
“Die schweizerische Waffengesetzgebung gilt als eine der liberalsten der Welt, da Besitz und Erwerb von Waffen und Munition grundsätzlich jedem unbescholtenen Bürger gestattet wird…”

Und warum hört man so selten von Waffengewalt in der Schweiz?
Wegen einer funktionierenden Gesellschaft.
“Das Erwerbsverbot für zahlreiche südosteuropäische Staatsbürger wurde zu einem Besitzverbot ausgeweitet.”

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