Das Mädchen wurde von der Rettung ins Krankenhaus gebracht

Fünfjährige in Kärnten von Hund in den Kopf gebissen

Mittwoch, 19. September 2018 | 15:08 Uhr

Ein fünf Jahre altes Mädchen ist am Dienstagnachmittag in Völkermarkt von einem Hund attackiert und in den Kopf gebissen worden. Laut Auskunft des Klinikums Klagenfurt vom Mittwoch ist die Fünfjährige dabei nur relativ leicht verletzt worden, sie wird voraussichtlich am Donnerstag oder Freitag nach Hause entlassen.

Der Hund war von seinem Besitzer bei seiner Schwester, einer 33-jährigen Völkermarkterin, untergebracht worden. Am Nachmittag wollte sie mit dem Mischlingsrüden Gassi gehen. Ihre fünfjährige Tochter nahm die Leine und ging in Richtung Gartentor. Dabei wollte sie den Hund umarmen. Daraufhin biss das Tier zu und erwischte das Kind an der Stirn. Die Mutter lenkte den Rüden von dem Kind ab und brachte ihn zurück ins Haus. Danach alarmierte sie die Rettung, die das Kind ins Klinikum Klagenfurt brachte. Inzwischen geht es dem Mädchen schon wieder relativ gut.

Ein Einjähriger, der am Montag der Vorwoche in Wien-Donaustadt von einem Rottweiler in den Kopf gebissen wurde, schwebt unverändert in Lebensgefahr. Das sagte eine Sprecherin des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) am Mittwoch zur APA. Der Einjährige sei aber stabil.

Der Rottweiler hatte sich auf dem Gehsteig in der Ziegelhofstraße von seiner alkoholisierten Besitzerin losgerissen. Die 48-Jährige wies laut Polizei 1,4 Promille auf. Das Tier packte das 17 Monate alte Kind, das zwischen seinen Großeltern spazieren ging, am Kopf und biss zu. Der Bub erlitt eine schwere Schädelwunde. Unmittelbar während der Attacke griff die Tierhalterin, die an sich für den zweijährigen Rüden einen Hundeführschein hatte, nicht ein. Nachdem eine beherzte Zeugin dazwischengegangen war, sicherte die 48-Jährige den Vierbeiner mit der Leine an einem Baum.

In Wien hat die Polizei heuer bisher sechs sogenannte Kampfhunde wegen Bissvorfällen abgenommen. Dazu zählten sowohl Bisse gegen andere Tiere als auch gegen Menschen, so wie im Fall des 17 Monate alten Buben, der vergangene Woche von einem Rottweiler lebensgefährlich verletzt wurde. Das teilte das Büro der zuständigen Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) am Mittwoch auf APA-Anfrage mit.

Zusätzlich nahm die MA 60 (Veterinärdienste und Tierschutz) in diesem Jahr 18 Mal Kampfhunde ab, weil der Hundeführschein fehlte. Dieser ist seit 2010 für Listenhunde verpflichtend. Seither gab es insgesamt 2.547 Strafanzeigen gegen Halter von Listenhunden, weil sie den gesetzlich vorgeschriebenen Führschein nicht hatten. 6.579 Hundeführscheine wurden bisher absolviert.

Wien hat laut eigenen Angaben das strengste Tierhaltegesetz Österreichs. Bis Jahresende ist eine weitere Verschärfung geplant. Sima plant, ein Alko-Limit für Kampfhundehalter einzuführen. Kritik an dem Vorstoß kam am Mittwoch vom Wiener Tierschutzverein. Dessen Präsidentin Madeleine Petrovic sprach von “sinnloser Anlassgesetzgebung” und forderte “echte Präventivmaßnahmen”.

Von: apa