Eltern bereits vor Tod in U-Haft genommen

Geschütteltes Baby in Wiener Spital gestorben

Sonntag, 13. Juni 2021 | 11:51 Uhr

Ein in der Vorwoche in Wien-Liesing von seinem Vater geschütteltes und schwerverletztes Baby ist am frühen Samstagabend im Spital gestorben. Das sagte ein Sprecher des Wiener Gesundheitsverbunds am Sonntag auf APA-Anfrage. Über die Eltern des Kindes war bereits am Freitag U-Haft verhängt worden. Der 31-jährige Vater soll das zweieinhalb Monate alte Kind nach Polizeiangaben am 4. Juni misshandelt haben, die 22-jährige Mutter habe die Tat beobachtet, aber nicht eingegriffen.

Wegen welcher Delikte die Ermittlungen nun nach der Todesfolge der schweren Körperverletzungen genau weitergeführt werden, war am Sonntag auf Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft noch unklar. Nach Polizeiangaben vom Donnerstag dürfte der Vater das Baby jedenfalls mehrmals geschüttelt haben, um es “ruhig zu stellen”. Das kleine Mädchen erlitt dabei “massivste Verletzungen”, sagte ein Sprecher.

Der Säugling wurde mit dem Hubschrauber in ein Spital des Wiener Gesundheitsverbundes gebracht. Die behandelnden Ärzte verständigten die Polizei. Die Eltern, bei beiden Teilen handelt es sich um österreichische Staatsbürger, wurden daraufhin einvernommen, stritten jedoch laut Polizei vorerst jegliche Gewaltanwendung ab.

Am Mittwoch wurde das Paar schließlich auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien festgenommen. Die Festnahme erfolgte durch Beamte des Landeskriminalamts Wien, Außenstelle Süd, unter Beiziehung der WEGA. Bei ihrer weiteren Einvernahme waren die Eltern schließlich geständig. Am Freitag wurde Untersuchungshaft verhängt, bevor das rund zehn Wochen alte Mädchen am Samstagabend den schweren Verletzungen durch das Schütteltrauma erlag.

Die Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) kennt die Eltern, wie eine Sprecherin erläutert hatte. “Wir haben die Familie gekannt und betreut.” Es habe sich um eine finanzielle Beratung im Zuge einer Delogierungsverhinderung gehandelt, außerdem gab es Beratungen zu Themen rund um die Geburt. Involviert waren dabei Sozialarbeiter, -pädagogen, Ärzte und Hebammen. Die MA-11-Sprecherin betonte dabei: “Es haben sich keine Hinweise zu einer akute Gefährdung des Kindes gezeigt.”

Von: apa

Kommentare

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12 Kommentare auf "Geschütteltes Baby in Wiener Spital gestorben"


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Offline
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Kinig
1 Monat 16 Tage

Dafür gibt es nur 1 ! Strafe, nämlich LEBENSLÄNGLICH !! Ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung !!!!

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Armes Kind ruhe als Engele in Frieden! Ich glaube die Sozialdienste sind überfordert auch in Südtirol. Zu den beiden Individuen habe ich nichts zu sagen!

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
1 Monat 15 Tage

Sehr, sehr traurig das ganze. Aber woher kommt das? Frischgebackene Eltern haben für die Gesellschaft glückstrahlend zu sein. Die Realität sieht aber anders aus: Extreme Übermüdung, Hormonumstellung, manchmal psychische Probleme der Mutter, wenig bis keine Unterstützung……wer dann noch ein Schreibaby bekommt ist bald am Ende…und hier in Südtirol gibt es nicht mal eine Schreiambulanz. Sozialdienste haben eine extrem schwierige Aufgabe, man kann nicht hinter Mauern schauen und das was die Eltern einem vorspielen, ist nicht immer durchschaubar. Junge Eltern brauchen vor allem Hilfe.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 15 Tage

@ebbi da bin ich nicht einverstanden.Früher hat es keine Hilfen gegeben heute schon. Die Sozialdienste sind überfordert aber sie betreten Wohnungen und wenn es notwendig ist gibt es Psychologische Hilfen welche sie anfordern sollten! Der Vater hat sicher keine post partum Depression gehabt!

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
1 Monat 15 Tage

@Trina1 früher haben junge Eltern in Großfamilien gelebt und von dieser Unterstützung bekommen und haben nicht alleine gelebt. Nur weil man in die Wohnung geht, heißt das noch lange nicht, dass man auf die Misshandlung aufmerksam wird, ebensowenig der psychologische Dienst. Unangekündigt in die Wohnung darf der Sozialdienst nur mit gerichtlicher Anordnung und auch auch dann ist man nicht 24 Stunden da. Psychische Probleme nach einer Geburt können bei beiden Elternteilen auftreten, der Vater ist davor nicht geschützt. Junge Eltern brauchen Unterstützung, keine blöden Ratschläge, besonders bei Schreibabys.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 14 Tage

@ebbi wenn du die Grossfamilien vor 70 Jahren hernimmst kann es stimmen. Sei mir nicht böse in der heutigen Zeit bin ich nicht einverstanden da gibt es Hilfen genug.Gut zu wissen, dass Männer jetzt auch unter der post partum Depression zu leiden haben, bisher kenne ich noch keinen!

Diogenes
Diogenes
Tratscher
1 Monat 16 Tage

Zum Lenken eines Fahrzeugs, zum Führen eines Betriebes, zum Ausüben eines jeden Berufes… benötigt es, zu Recht, eines Befähigungsnachweises. Eltern werden kann jede/r ungeprüft, da läuft was gewaltig schief. RIP

Piefke-NRW
Piefke-NRW
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

🙏 Ein Baby bis zum Tode schütteln? Drecksxx!

diskret
diskret
Grünschnabel
1 Monat 16 Tage

Wenn die eltern noch selber kindiesch sind
Was brauchen die kinder die sollten mal arbeiten gehen geld verdienen

Nobbs
Nobbs
Tratscher
1 Monat 16 Tage

In den Knast,mit solche Eltern,was nicht wissen was sie tun,ab in den Knast,was kann der Säugling dafür,viele Engel werden dich jetzt behutsam in Liebe empfangen und bschützen.

Ninni
Ninni
Kinig
1 Monat 16 Tage

Unglaublich, mein Herz 💔😥

rip engelchen

iwoasolls
iwoasolls
Superredner
1 Monat 16 Tage

fir an sellan brauchs in meine augen kuan prozess u wegn ihr miasat man schaugn wiso sie nix gsog hot!

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