42-jähriger Verdächtiger festgenommen

Geständnis nach tödlichem Messerangriff in NÖ

Donnerstag, 10. Januar 2019 | 14:56 Uhr

Nach einer tödlichen Messerattacke auf seine 50-jährige Ex-Partnerin im Bezirk Wiener Neustadt-Land hat der 42-jährige Verdächtige die Tat bei seiner Einvernahme am Donnerstag gestanden. Zum Motiv machte er laut Polizei keine Angaben. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Der Mann sollte am Donnerstag in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert werden. U-Haft wurde beantragt.

Der Tat soll ein seit längerem andauernder Streit nach der Trennung vorangegangen sein, der unter anderem über soziale Medien ausgetragen worden sein soll. Auch über die Aufteilung von Gütern soll gestritten worden sein. Am Donnerstag sei in diesem Zusammenhang ein Gerichtstermin geplant gewesen, hieß es von der Exekutive.

Dazu kam es aber nicht mehr: Der beschäftigungslose 42-Jährige soll seine Ex-Lebensgefährtin am Mittwoch um 19.20 Uhr vor dem Garagentor ihres Wohnhauses ohne vorherigen Wortwechsel mit einem Messer angegriffen und mehrmals zugestochen haben. Dann war er geflüchtet und hatte selbst die Polizei verständigt, aber nicht gesagt, was geschehen sei. Das Opfer wurde vor dem Haus entdeckt, daraufhin sei die Alarmfahndung ausgelöst worden, bei der auch ein Hubschrauber und das Einsatzkommando Cobra im Einsatz waren. Der Beschuldigte wurde rund zwei Stunden nach der Tat an seiner Wohnadresse festgenommen.

Der 42-Jährige wurde am Donnerstag einvernommen und in Folge in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Über den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft soll voraussichtlich am Freitag entschieden werden, sagte Sprecher Erich Habitzl.

Die 50-jährige Frau erlitt an die sechs Stiche. Die genaue Anzahl soll eine von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion klären. Das vorläufige Ergebnis wird für Anfang nächster Woche erwartet.

Der Mann soll seine Ex-Partnerin über soziale Medien bedroht haben, berichteten Medien. “Die Ermittlungen dazu sind noch voll im Laufen”, sagte Polizeisprecher Heinz Holub. Das Landeskriminalamt Niederösterreich ist an der Arbeit. Auf Facebook soll der Verdächtige auch Bilder gepostet haben, auf denen er mit Waffen zu sehen war. Der 42-Jährige soll in der Vergangenheit wegen beharrlicher Verfolgung einer Frau in Erscheinung getreten sein.

Der 15-jährige Sohn der 50-Jährigen – es handelt sich nicht um ein gemeinsames Kind mit dem verdächtigen Ex-Lebensgefährten – war zum Tatzeitpunkt nicht zuhause. Der Jugendliche wurde nach Polizeiangaben von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Von: apa