Straßen wurden überflutet

Heftige Unwetter im Osten Österreichs niedergegangen

Montag, 03. September 2018 | 11:36 Uhr

Im Großraum Wien und im Nordburgenland sind in der Nacht auf Montag teils heftige Unwetter niedergegangen. Betroffen waren die Bezirke Mistelbach, Korneuburg, Bruck a.d. Leitha mit dem Flughafen Schwechat und Neusiedl am See. Zahlreiche Feuerwehren hatten Hunderte Einsätze abzuarbeiten, teilten die Landeskommandos Niederösterreich und Burgenland auf Anfrage mit.

Die Kommandos berichten von vermurten Straßen, umgestürzten Bäumen und dutzenden Kellern, die ausgepumpt werden mussten. Die Unwetter hatten ab etwa 22.00 Uhr getobt.

In Großmugl (Bezirk Korneuburg) schoss Schlamm von Äckern in Sturzfluten in den Ort. Resperger ging davon aus, dass die Aufräumarbeiten in der Gemeinde noch den ganzen Montag andauern werden. Eine Schlammlawine ist seinen Angaben zufolge auch auf die B9 bei Fischamend (Bezirk Bruck a.d. Leitha) abgegangen. Ein Auto wurde weggeschwemmt. Es gab glücklicherweise keine Verletzten.

Ebenfalls im Einsatz stand die Flughafen-Feuerwehr in Schwechat. Laut Airport-Sprecher Peter Kleemann mussten Kellerbereiche ausgepumpt werden. Bei Starts und Landungen kam es witterungsbedingt ebenso wie bei der Bodenabfertigung zu Verzögerungen.

Auch die Stadt Wien ist nicht vom heftigen Unwetter verschont geblieben. Zu größeren Schäden kam es laut Feuerwehr jedoch nicht. “Wir haben schon gemerkt, dass es stärker geregnet hat”, sagte Feuerwehrsprecher Christian Feiler am Montag. “Wir hatten etwa 50 Einsätze mehr in der Nacht, somit insgesamt rund hundert.”

Es habe sich dabei vor allem um kleinere Schäden wie herabhängende Äste oder beschädigte Satellitenschüsseln gehandelt, zu denen die Wiener Feuerwehr gerufen wurde. Dies sei bei Starkregen üblich, meinte Feiler.

Ein Adriatief ist für die großen Regenmengen im Osten und Süden Österreichs verantwortlich. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) regnete es in den vergangenen 72 Stunden in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, in der Steiermark und Kärnten zwischen 40 und 100 Millimeter. Stellenweise fiel doppelt so viel Regen wie in einem ganzen September. Eine Wetterberuhigung ist aber erst für Mittwoch in Sicht, teilte die ZAMG am Montag mit.

Von: apa