Viertwärmster Mai seit dem Beginn der Messungen

Heuriger Mai war der wärmste seit 1868

Mittwoch, 30. Mai 2018 | 17:22 Uhr

2018 ist bisher ein Jahr der großen Temperaturschwankungen: Auf den drittwärmsten Jänner der Messgeschichte folgten die zu kühlen Monate Februar und März. Nach dem zweitwärmsten April der Messgeschichte war der Mai der viertwärmste seit Messbeginn. “Wärmer war ein Mai zuletzt im Jahr 1868”, sagte ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik. Der Mai werde um 2,6 Grad über dem vieljährigen Mittel liegen.

“Die neue Reihung der fünf wärmsten Mai-Monate der Messgeschichte lautet: 1811, 1868, 1797, 2018, 1841”, berichtete Orlik. Der Monat war demnach auch im Hochgebirge Österreichs ungewöhnlich mild. So registrierte die ZAMG am Sonnblick-Observatorium, in rund 3.100 Meter Seehöhe, nur acht Eistage (Temperatur den ganzen Tag unter null Grad) statt 17 wie in einem durchschnittlichen Mai. Frosttage (Temperatur zeitweise unter null Grad) gab es am Sonnblick in diesem Mai 24. Im vieljährigen Mittel sind es an dieser Messstelle 29 Frosttage im Mai.

Der Mai 2018 brachte große Unterschiede bei den Regenmengen, mit einem starken Süd-Nord-Gefälle. In Unterkärnten und in der südlichen Steiermark regnete es bis zu 75 Prozent mehr als in einem durchschnittlichen “Wonnemonat”. In Oberösterreich und im Flachgau fiel dagegen um bis zu 80 Prozent weniger Regen als im Durchschnitt. Die trockenste Wetterstation der ZAMG ist in der vorläufigen Mai-Bilanz Linz-Stadt mit nur 20 Millimeter Regen. In einem durchschnittlichen Mai regnet es hier 77 Millimeter.

Von: apa