Da hilft nur mehr Abkühlung

Hitzewelle erreicht am Donnerstag ihren Höhepunkt

Mittwoch, 08. August 2018 | 12:10 Uhr

“Am Donnerstag erreicht die aktuelle Hitzewelle ihren Höhepunkt.” Das kündigte Stefan Kiesenhofer von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Mittwoch an. “Von Süden strömt subtropische Luft nach Österreich und es wird auch leicht föhnig.” Die Temperaturen werden am Donnerstag in ganz Österreich über 30 Grad steigen. Die Spitzenwerte sollten um 37, 38 Grad liegen.

Diese Spitzenwerte sind vor allem im Donauraum, im Weinviertel und im Nordburgenland möglich. Gewitter bilden sich nur vereinzelt am Abend, am ehesten in Osttirol und Oberkärnten. In der Nacht wird es dann allmählich auch im Westen gewittrig. Denn am Freitag überquert eine von vielen herbeigesehnte Kaltfront Österreich und beendet mit kräftigen Schauern und Gewittern die extreme Hitze.

Den Westen erreichen die Regenwolken und die kühle Luft schon am Vormittag. Im Osten und Süden sind noch einmal knapp über 30 Grad zu erwarten und anfangs scheint auch noch oft die Sonne. Bis zum Abend werden die Regenschauer und Gewitter aber häufiger und breiten sich auf ganz Österreich aus. Auch heftige Gewitter können dabei sein, vor allem im Süden, mit Sturmböen, Starkregen und Hagel.

Samstag und der Sonntag bringen dann freundliches Sommerwetter, mit Höchsttemperaturen zwischen 24 und 31 Grad. Die Luft fühlt sich aber deutlich frischer an als in den vergangenen Tagen und in den Nächten kühlt es auf 18 bis 13 Grad ab. Regenschauer oder Gewitter sind am ehesten noch vereinzelt am Samstag im Bergland möglich.

Die neue Woche dürfte dann am Montag mit Sonne, über 30 Grad und vereinzelten Wärmegewittern beginnen. Für die weitere Entwicklung gibt es laut ZAMG aber derzeit noch keinen eindeutigen Trend.

Nicht weniger als 17 Messstationen haben unterdessen neuerlich Tropennächte verzeichnet, in denen die Temperatur auch in Abwesenheit der Sonne nicht unter 20 Grad Celsius fiel. Am heißesten war es laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in der Nacht auf Mittwoch wieder in Bad Deutsch-Altenburg, wo 22,7 Grad gemessen wurden.

Platz zwei ging neuerlich an die Wiener Innenstadt mit exakt 22 Grad und der bereits 16. Tropennacht in Serie. Damit bleibt die City auf Rekordkurs: Die längste ununterbrochene Reihe in Österreich stammt aus dem Sommer 1994 von der nicht mehr existenten Wetterstation in der Wiener Währinger Straße mit 18 Tropennächten. Dieser Bestwert wird in der Inneren Stadt ziemlich sicher erreicht, aber nicht übertroffen, so die ZAMG. In der Nacht auf Samstag könnte die Nachttemperatur nämlich knapp unter 20 Grad sinken und die Serie beenden.

Von: apa