Abkühlung dringend gesucht

Hitzewelle plagt Südeuropa – Waldbrände außer Kontrolle

Freitag, 04. August 2017 | 14:55 Uhr

Südeuropa stöhnt über eine lange Hitzewelle. Am Freitag wurden bis zu 42 Grad gemessen. In vielen Ländern gab es Rekordwerte. In Kroatien erreichte der Stromverbrauch wegen der vielen Klimaanlagen im Hochbetrieb ein Allzeithoch. “Kroatische Hölle”, titelte die Zeitung “Jutarnji list” in Zagreb. Die Feuerwehr kämpfte gegen Waldbrände.

In Bosnien-Herzegowina riefen die Behörden bereits den vierten Tag in Folge die rote Wetteralarmstufe bei 42 Grad aus. Spaßvögel brieten – wie in solchen Situationen üblich – wieder Eier auf Straßenasphalt und Motorhauben von Autos.

Das albanische Innenministerium verlangte wegen zahlreicher Brände die Ausrufung des Ausnahmezustandes, der aber noch nicht verhängt wurde, weil die neue Regierung nach der Parlamentswahl noch nicht steht. Nach einem Hilferuf an den Nachbarn schickte Griechenland zwei Löschflugzeuge.

In Griechenland, wo ebenso wie auf Zypern die Hitzewelle für die kommende Woche erwartet wird, waren in den vergangenen vier Tagen mehr als 150 Brände ausgebrochen. Die mit Hubschraubern und Flugzeugen gelöschten Feuer wurden zum Teil durch Brandstiftung von Bodenspekulanten ausgelöst. Drei Feuerwehrleute wurden verletzt.

Auf Korsika kämpfen Feuerwehrleute und Löschflugzeuge seit Mittwoch gegen einen Waldbrand. 170 Hektar sind bereits zerstört.

Zwar sind die Menschen in Spanien und Portugal im Sommer an hohe Temperaturen gewohnt, dieser Tage kommt es in vielen Regionen der iberischen Halbinsel allerdings ganz extrem: In Spanien galt am Freitag in 16 der insgesamt 50 Provinzen aufgrund der extremen Hitze mit Temperaturen von bis zu 42 Grad die zweithöchste Alarmstufe. Vor allem im Süden des Landes sowie auf Mallorca und Ibiza ist man auf Ventilator und Klimaanlage angewiesen.

Das italienische Gesundheitsministerium rief am Freitag erneut für Städte im ganzen Land die höchste Warnstufe aus – darunter Rom, Neapel, Venedig und Florenz. In der dortigen Galerie der Uffizien fiel zu allem Überfluss die Klimaanlage aus. Die ausgestellten Meisterwerke seien aber nicht in Gefahr, versicherte Direktor Eike Schmidt. In der Region Kampanien bei Neapel lagen die gefühlten Temperaturen laut dem Wetterdienst des Verteidigungsministeriums bei mehr als 50 Grad.

Hochbetrieb herrscht deswegen auch bei den italienischen Rettungskräften. Vor allem Senioren müssen wegen Kreislaufzusammenbrüchen und Ohnmachtsanfällen behandelt werden. Zudem toben schwere Brände, bei denen am Donnerstag in der Region Abruzzen auch eine Pensionistin (79) ums Leben kam. Die Trockenheit erschwert die Hitze zusätzlich, Berghütten in Südtirol rufen Gäste auf, sparsam mit Wasser umzugehen.

Von: apa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Hitzewelle plagt Südeuropa – Waldbrände außer Kontrolle"


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berthu
berthu
Tratscher
11 Tage 6 h

Natürliche Luftverschmutzung: nur Daten gibt es keine dazu?!
Hauptsache wir fahren mit getürkten Euro6 Fahrzeugen, und wollen damit die Luft reinhalten? Wie soll das gehen? Auch ohne Brandstiftung würden jedes Jahr viele Waldbrände entstehen, ist halt so. Wie ernst kann der Mensch all die “Klima -Vorbeugemaßnahmen” denn nehmen, wenn überall vertuscht, gelogen und betrogen wird?

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