In der Röhre wird ein Vakuum erzeugt

Hyperloop besteht weiteren Praxistest

Mittwoch, 12. Juli 2017 | 21:50 Uhr

Das futuristische Verkehrsmittel Hyperloop hat einen weiteren Praxistest bestanden – allerdings war das Vehikel nur fünf Sekunden lang in seiner Röhre unterwegs und erreichte lediglich eine Geschwindigkeit von 112 Stundenkilometern. Die US-Entwicklerfirma Hyperloop One sprach am Mittwoch dennoch von einem erfolgreichen “ersten Großversuch des Hyperloop-Systems”.

Bei dem Experiment, das bereits im Mai auf dem Gelände des Unternehmens im US-Bundesstaat Nevada stattfand, waren hohe Geschwindigkeiten auch nicht das Ziel. Vielmehr ging es um das Herstellen eines vollständigen Vakuums in der Röhre, was laut Hyperloop One gelang. Auf diese Weise habe die Firma “ihren eigenen Himmel in der Röhre geschaffen” – wie bei einem Flug in 60.000 Metern Höhe, erklärte Exekutivdirektor Shervin Pishevar.

In derartigen Höhen ist der Luftwiderstand gering, weshalb deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich sind als auf der Erde. Mittels Erzeugung ähnlicher Bedingungen wollen die Hyperloop-Entwickler erreichen, dass die Kapseln mit bis zu 1.220 Stundenkilometern durch die Röhren sausen – also knapp unterhalb der Schallgrenze.

Einzelne Komponenten des Systems waren bereits vor einem Jahr von Hyperloop One getestet worden. Der damalige Test fand noch nicht in einer Röhre, sondern unter freiem Himmel statt. Bisher setzte die Firma nur Fahrgestelle auf der Magnetschwebebahn ein. Hyperloop One gab jetzt aber bekannt, dass der Prototyp einer Kapsel entwickelt worden sei, die Passagiere ebenso wie Fracht transportieren könne.

Die ursprünglich von dem Unternehmer Elon Musk ersonnene Technologie sieht vor, dass die Kapseln wie in einer Rohrpost von Stadt zu Stadt schießen. Die Entwicklung von Hyperloop findet jedoch nicht unter Musks Regie statt. Er konzipierte das System von Anfang an als “Crowdfunding”- und “Crowdsourcing”-Projekt, also als Vorhaben, bei dem Geldmittel und Expertise aus den verschiedensten Quellen gespeist werden.

Als Folge arbeiten neben Hyperloop One noch konkurrierende Firmen an dem Projekt. Auch wenn sich die Technologie noch in einem Anfangsstadium befindet, ist das weltweite Interesse bereits enorm. Seine Premiere könnte das Verkehrsmittel in Dubai feiern. Hyperloop One hatte im vergangenen August mit der Verkehrsbehörde des Emirats eine Machbarkeitsstudie vereinbart. Auch die Lufthansa ist an dem Verkehrsmittel interessiert.

Von: APA/ag.

Kommentare

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7 Kommentare auf "Hyperloop besteht weiteren Praxistest"


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Knecht
Knecht
Neuling
1 Monat 4 Tage

Theoretisch ok, wenn obr schon a magnetschwebebohn alloan wos mit 400 km/h untrwegs isch zu tuir isch, nor mochts a extrem tuire vakuumröhre nit bessr.

forzafcs
forzafcs
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Oh doch, da der Verbrauch massiv sinkt aufgrund des Fehlenden Luftwiderstand. Theoretisch muss mann das Ding nur einmal Beschleunigen und gut. 

Kurti
Kurti
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

@forzafcs welcher verbrauch?

forzafcs
forzafcs
Tratscher
1 Monat 4 Tage

@Kurti Strom.

forzafcs
forzafcs
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Hyperloop ist die Lösung für Inneneuropäsche Reisen. Mann stelle sich nur mal Bozen – Berlin in c.a 1 Stunde vor 👌

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
1 Monat 4 Tage

Die Problematik bei längeren Strecken ist der Zugang bei Unfällen. Kurzstrecken vielleicht, längere Strecken deshalb wohl nicht.
So steht auch der Aufwand eine längere Strecke luftleer zu halten in keinem Verhältnis zum Erzielbaren, bzw. technisch meines Wissens momentan noch nicht machbar.

Gredner
Gredner
Superredner
1 Monat 4 Tage

Um das Rohr luftleer zu kriegen braucht es mehr Energie als für den Transport der Garnitur selbst. Also in Summe keine Energieersparnis sondern eine extrem teure Fahrt.

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