Eurpol warnt: Bankomaten stehen immer mehr im Visier von Kriminellen

Immer mehr und schwerere Anschläge auf Bankomaten in Europa

Sonntag, 23. Oktober 2022 | 12:49 Uhr

Sprengstoffanschläge auf Bankomate nehmen nach Angaben von Europol in Europa drastisch zu und werden immer gefährlicher. Die Polizeibehörde sei sehr besorgt über die zunehmende Gewalt, sagte Europol-Sprecherin Claire Georges in Den Haag. “Immer häufiger werden extrem schwere Sprengstoffe eingesetzt, durch die sogar Gebäude einstürzen und auch unschuldige Menschen getötet werden könnten.”

“Es sind die modernen Banküberfälle”, sagte die Sprecherin. Banken verfügten nur noch über wenig Bargeld. In Automaten aber könnten die Banden relativ schnell Hunderttausende Euros erbeuten.

Zunehmend würden auch unschuldige Bürger gefährdet, sagte die Sprecherin. Viele Bankomaten befänden sich in Supermärkten oder Einkaufsstraßen. Die Täter seien aber extrem skrupellos, wie die Sprecherin sagte. “Die interessieren sich nicht für Menschen, denen geht es nur ums Geld.”

Die Ermittler stellten diese Entwicklung in vielen europäischen Staaten fest, wie die Sprecherin sagte. Dazu gehörten auch Deutschland, Südeuropa und die baltischen Staaten. Gut organisierte Verbrecherbanden hätten sich auf diese Bombenanschläge spezialisiert und würden auch Kriminelle gezielt ausbilden. Im vergangenen Jahr hatten Ermittler mit Hilfe von Europol bei Utrecht sogar ein Trainingszentrum für Automatensprengungen entdeckt.

Die Verbrecher würden meist in sehr schnellen Autos eine ganze Region heimsuchen und mehrere Automaten sprengen. Oft operierten sie international in den Nachbarländern. Zum Beispiel kam etwa die Hälfte der Tatverdächtigen für Anschläge in Deutschland 2021 aus den Niederlanden.

Genaue Zahlen für ganz Europa liegen noch nicht vor, da EU-Mitgliedsstaaten nur internationale Fälle bei der europäischen Polizeibehörde melden. In den Niederlanden waren bis September bereits ebenso viele Sprengungen registriert worden wie im gesamten Vorjahr. Besonders Amsterdam wurde durch starke Explosionen in Wohnvierteln getroffen.

Erfolgreich im Kampf gegen die Sprengungen ist Europol zufolge Frankreich. Dort würden die Bankomaten mit einer speziellen Tinte präpariert, so dass das erbeutete Bargeld unbrauchbar werde.

Von: APA/dpa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Immer mehr und schwerere Anschläge auf Bankomaten in Europa"


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NaSellSchunSell
NaSellSchunSell
Superredner
1 Monat 12 Tage

also entweder die Schalter ins Innere der Bank verlegen, wo man nur noch rein kommt, wenn man Kunde der Bank ist und wo bei Gewaltanwendung der Ausgang verbarrikadiert wird oder Bargeld weitgehend abschaffen.

sarkasmus
sarkasmus
Tratscher
1 Monat 12 Tage

Abschaffung von bargeld ist unsere rettung👍

landlar
landlar
Grünschnabel
1 Monat 12 Tage

@sarkasmus
wenig inteligent

Hustinettenbaer
1 Monat 12 Tage

Die Banden gefährden schon die ganze Zeit “Unschuldige” (🥴 wer tut sich das als Anwohner oder hinter den Autos herjagender Polizist fröhlich an ?).
Den niederländischen Behörden ein sarkastisches “Goudemorgen” über die Grenze. Eure Jungs sprengen wieder zu Hause. 
Eins der Geldautomaten-Trainingscenter in Utrecht flog auf, weil ein Niederländer für eine “Kunstaktion” Geldautomaten in D kaufen wollte.
Als nächstes sollte sich die (niederländische ?) Polizei mal Gedanken machen, wo die Audi-Bande trainiert. Denn deren bevorzugte 600-PS-Schlitten – Audi RS 6 Avant – fährt man auf der Flucht nicht ohne Erfahrung.

Polizei hebt Trainingszentrum der Geldautomatensprenger aus – OM online (om-online.de)

Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 12 Tage

In kleiner Form wird schon seid längerem unsere Geldttasche gesprengt.😉

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