Rege Beteiligung bei der ersten Impf-Runde

Impfung im Bezirk Schwaz startete problemlos

Donnerstag, 11. März 2021 | 22:28 Uhr

Die erste Durchimpfung der Bevölkerung des Bezirkes Schwaz ist am Donnerstag problemlos und offenbar unter reger Beteiligung verlaufen. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zeigte sich bei einem Lokalaugenschein in der Bezirkshauptstadt Schwaz “beeindruckt von der Bevölkerung”. Die Menschen seien “impfbereit”, so Platter, er sei “froh” über die große Zustimmung bzw. Teilnahme an der Aktion.

“Das ist ein guter Tag für die Bekämpfung der Mutation”, betonte der Landeschef bei einem Medientermin im Einsatzzentrum der Schwazer Feuerwehr. Darüber hinaus handle es sich um ein “Signal, die Pandemie zu bekämpfen”, meinte Platter und bezeichnete den Bezirk einmal mehr als “Modellregion”. Die Impftermine seien “größtenteils wahrgenommen” worden, hieß es seitens des Landes. Durch die exakte Zuteilung der Impfzeitpunkte habe es kaum Wartezeiten gegeben. Bis Montagabend soll die erste Impf-Rund abgeschlossen sein. Dann könne man Bilanz ziehen, hieß es.

In der Bezirkshauptstadt Schwaz hatten sich 8.000 Personen zur Impfung angemeldet. Im Schwazer Stadtsaal sind in sieben Impfstraßen täglich rund 30 bis 40 Personen, darunter Ärzte, diplomiertes Gesundheitspersonal sowie Verwaltungspersonal und weitere Mitarbeiter im Einsatz, um die Impfungen durchzuführen. “Wir haben heute Früh in Schwaz mit den ersten Impfungen begonnen. Die Stimmung ist gut. Zahlreiche Schwazerinnen und Schwazer berichten mir, dass sie froh sind, nun im Rahmen der Impfaktion bereits eine Impfung zu erhalten”, sagte Bürgermeister Hans Lintner.

Der Unterländer Bezirk hatte wegen der Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante eine Sondertranche der Europäischen Union in Form von 100.000 Impfdosen erhalten. 48.500 von 64.000 infrage kommenden Menschen der 39 Gemeinden haben sich für eine Impfung von Biontech/Pfizer angemeldet, das sind 76 Prozent der Impfberechtigten.

Die Impfungen werden von Ärzten oder diplomiertem Gesundheitspersonal durchgeführt. Die Durchimpfung wird national und international von Medizinern und Virologen wissenschaftlich begleitet. Unter dem Titel “REDUCE” soll sechs Monate lang beobachtet werden, wie sich unter anderem die Infektionszahlen und auch das Auftreten der südafrikanischen Virusvariante verändern.

Mit dem Start der Impfung gilt mit Donnerstag bis 25. März eine Ausreisetestpflicht beim Verlassen des Bezirkes. Auch für bereits geimpfte Personen gilt die Testpflicht. Ausgenommen sind Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr sowie Schüler zum Zweck der Hin- und Rückreise zum Unterricht. An 14 Kontrollpunkten – an Bezirksgrenzen, Autobahnauffahrten und Bahnhöfen – wird stichprobenartig kontrolliert.

Von: apa