Zusammenhang offensichtlich

In Bezirken mit höchsten Corona-Inzidenzen wenig geimpft

Mittwoch, 24. November 2021 | 12:21 Uhr

Dass in der vierten Corona-Welle ein Zusammenhang zwischen der Schutzimpfung gegen Covid-19 und den Infektionszahlen offensichtlich gegeben ist, zeigt sich, wenn man einen Blick auf die am stärksten betroffenen Bezirke wirft. Derzeit gibt es in Österreich acht Bezirke, deren Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner, Anm.) über 2.000 liegt. Sie weisen durchwegs schlechte Impfzahlen auf.

Bei der österreichweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz hält dem Dashboard der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, Anm.) zufolge im Moment der Bezirk Lienz mit 2.437,8 (Stand: 23. November). Beim Impfen liegt Osttirol deutlich unter dem Österreich-Schnitt – die Durchimpfungsrate, die anhand aktiver Impfzertifikate berechnet wird, beträgt den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge 59,97 Prozent. Das ist der sechstschlechteste Wert aller 94 Bezirke. Negativer Spitzenreiter ist in dieser Hinsicht Braunau in Oberösterreich mit 54,82 Prozent, wo die Sieben-Tage-Inzidenz 2.124,1 beträgt.

Neben Braunau haben drei weitere oberösterreichische Bezirke Inzidenzen jenseits der 2.000er-Marke, nämlich Ried im Innkreis (2.237,7), Schärding (2.104,9) und Vöcklabruck (2.079,8). Die Durchimpfungsraten in den genannten Bezirken liegen weit unter dem Durchschnitt – in Österreich haben 66,08 Prozent der Gesamtbevölkerung ein aktives Impfzertifikat. In Vöcklabruck sind es 59,83 Prozent, in Schärding 60,63 Prozent und in Ried im Innkreis 61,44 Prozent.

Über 2.000 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner weisen auch die Salzburger Bezirke Hallein (2.113,4) und Salzburg – Umgebung (2.046,9) sowie Wolfsberg in Kärnten (2.143,3) auf. Wenig überraschend ist auch dort die Impfbereitschaft gering. In Hallein beträgt die Durchimpfungsrate 58,06 Prozent, in Salzburg – Umgebung 61,61 Prozent und in Wolfsberg 62,00 Prozent.

Zum Vergleich: Die drei Bezirke mit den höchsten Impfquoten – Oberpullendorf (75,82 Prozent) und Eisenstadt – Umgebung (74,41 Prozent ) im Burgenland sowie Mistelbach (75,41) in Niederösterreich – halten bei Sieben-Tage-Inzidenzen, die deutlich unter dem Österreich-Schnitt von derzeit 1.107,1 liegen. Mistelbach weist eine Inzidenz von 552,2 auf, Oberpullendorf 766,3 und Eisenstadt – Umgebung 875,5. Der Bezirk mit der gegenwärtig niedersten Inzidenz in ganz Österreich ist Gänserndorf im Weinviertel mit 463,0. Die Durchimpfungsrate ist mit 71,72 Prozent – wenig überraschend – signifikant über dem Schnitt.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

3 Kommentare auf "In Bezirken mit höchsten Corona-Inzidenzen wenig geimpft"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Doolin
Doolin
Universalgelehrter
11 Tage 22 h

…der Zusammenhang zwischen wenig Impfen und viel Covidl dürfte mittlerweile wohl bekannt sein…
😛

Tigre.di.montana
11 Tage 21 h

@Doolin :
“…der Zusammenhang zwischen wenig Impfen und viel Covidl dürfte mittlerweile wohl bekannt sein…”
Auch im Lande der Powidl ist der Zusammenhang der Cowidl mit der Impfquote schon lange bekannt. Schade ist nur dass auch die Unschuldigen jetzt ein Lockdownidl haben.

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
11 Tage 21 h

Wir erhalten gerade den Crashkurs “praxisorientierte Statistik”.
Hätte auf diese Auffrischung gern verzichtet.

“Impfungen sind am wichtigsten”: Warum hat Schweden die niedrigste EU-Inzidenz? – n-tv.de

wpDiscuz