40 mutmaßliche Schlepper festgenommen

Interpol-Operation rettete 500 Opfer von Menschenhandel

Donnerstag, 23. November 2017 | 19:50 Uhr

500 Opfer von Menschenhandel sind bei einer von Interpol koordinierten Operation in Westafrika gerettet worden. Darunter seien 236 Minderjährige, teilte die internationale Polizeiorganisation am Donnerstag mit. Ermittler hätten zeitgleich im Tschad, in Mali, Mauretanien, Niger und im Senegal zugegriffen. 40 mutmaßliche Schlepper seien festgenommen worden.

Die “Operation Epervier” stand laut Interpol unter der Schirmherrschaft eines Projekts gegen Menschenhändler in der Sahel-Region, das vom deutschen Auswärtigen Amt finanziert werde. Den Festgenommenen drohen nun Verfahren wegen Vorwürfen wie Menschenhandel, Zwangsarbeit und Kindesausbeutung.

In einem Fall sei einer 16-Jährigen Nigerianerin Arbeit in Mali versprochen worden. Sie sei daraufhin zur Prostitution gezwungen worden, um ihre Reisekosten zurückzuzahlen. Die Internationale Organisation für Migration und mehrere Hilfsorganisationen seien beteiligt gewesen, um die Versorgung der Opfer nach ihrer Rettung sicherzustellen.

Von: APA/dpa