Auch Andrea Bocelli soll bald wieder vor Publikum singen können

Italiens Freizeitindustrie startet nach dem Lockdown wieder

Sonntag, 14. Juni 2020 | 09:05 Uhr

Nach über drei Monaten startet am Montag in Italien wieder die Freizeitindustrie. Mit Beginn der sogenannten “Phase 3” unternimmt die Regierung in Rom weitere Lockerungsschritte, mit denen die Italiener nach dem langen Lockdown mehr Normalität zurückbekommen. Ab Montag öffnen Kinos und Theater. Zugelassen sind bei Konzerten maximal 200 Zuschauer, bei Freiluftkonzerten bis zu 1.000 Personen.

Die Regierung will vor allem Freiluftkinos fördern, wo der Abstand zwischen Menschen leichter eingehalten werden kann. Thermalbäder und Wellnesszentren dürfen in Regionen mit niedrigen Fallzahlen wieder Gäste empfangen. Auch Bingo-Säle und Spielhallen machen auf, im Gegensatz zu Diskotheken, die erst am 14. Juli wieder öffnen dürfen. Auch Vergnügungsparks und Sommercamps für Kinder starten.

Die meisten Badeanstalten in Italien sind seit diesem Wochenende wieder offen. Stark besucht waren am Samstag die Strände in Friaul und Venetien. Die Touristikbranche wartet ab nächster Woche auf die Ankunft österreichischer Urlauber. Ab Dienstag öffnet Österreich seine Grenzen für insgesamt 31 europäische Länder – darunter Italien.

Für die Italiener ist jetzt auch mehr Reisefreiheit vorgesehen. So dürfen sie ab Dienstag nach Albanien und in den übrigen Balkanraum fahren. Bis zum 30. Juni sind Reisen außerhalb des EU-Raums mit Ausnahme von Großbritannien weiterhin aber nicht erlaubt.

Der Lockdown hat bei den Italienern große Sehnsucht nach Kultur mit sich gebracht. So bildeten sich am Samstag vor den Museen in Venedig, darunter dem Palazzo Ducale, lange Besucherschlangen. Hohe Besucherzahlen meldete auch die große Schau zum 500. Todestags des Universalgenies Raffael in Rom.

Ab Montag wird in ganz Italien die Warn-App “Immuni” im Kampf gegen die Corona-Pandemie aktiv sein. Die Anwendung auf dem Smartphone soll Bürgern einen Hinweis senden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Die kostenlose App, die ein Mailänder Unternehmen entwickelt hat, wurde diese Woche in vier italienischen Regionen getestet.

Von: apa

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