Naturschützer prangern Grausamkeit an

Japans Walfänger töteten 122 trächtige Zwergwale

Donnerstag, 31. Mai 2018 | 12:43 Uhr

Japanische Walfänger haben bei ihrer jüngsten Expedition 122 trächtige Zwergwale und Dutzende Jungtiere getötet. Die Naturschutzorganisation Humane Society International bezeichnete die Zahlen als “schockierende Statistik und traurige Anklage der Grausamkeit von Japans Walfang”. Sie zeigten erneut die “grausame und unnötige Art der Walfangaktionen”, so Alexia Wellbelove von der Organisation.

Zumal habe sich gezeigt, dass “nichttödliche Studien für wissenschaftliche Zwecke ausreichen”, so Wellbelove weiter. Die umstrittene viermonatige Expedition in der Antarktis war im März zu Ende gegangen. Dabei wurden 333 Zwergwale getötet, wie die japanischen Behörden bereits im vergangenen Monat der Internationalen Walfangkommission mitgeteilt hatten.

Die japanische Fischfangbehörde erklärte, bei der Expedition sei nicht gezielt Jagd auf schwangere Zwergwale gemacht worden. “Wir fangen Wale ganz nach dem Zufallsprinzip”, sagte Yuki Morita von der Behörde. Die hohe Zahl trächtiger Wale sei “bemerkenswert”. “Dies zeigt, dass es viele geschlechtsreife Weibchen gibt und lässt vermuten, dass wir mit einem Anstieg der Bestände rechnen können”, sagte er.

Japan macht zwar wissenschaftliche Gründe für den Walfang geltend, das Fleisch getöteter Wale wird aber anschließend zum Verzehr verwendet. Nach einer Klage Australiens beim Internationalen Gerichtshof (ICJ) in Den Haag hatte das UN-Gericht im März 2014 geurteilt, dass die Wissenschaft nur ein Vorwand für die Jagd aus kommerziellen Gründen sei.

Der kommerzielle Walfang ist seit dem Jahr 1986 international verboten. Japan nutzt aber eine Lücke in der Vereinbarung, wonach Wale zu Forschungszwecken getötet werden dürfen.

Von: APA/Ag.

Kommentare

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6 Kommentare auf "Japans Walfänger töteten 122 trächtige Zwergwale"


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Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
24 Tage 20 h

Ist wie mit wolf und bär, wird eben ein Grund erfunden um geschützte “Räuber” zu jagen

Lumberjack
Lumberjack
Grünschnabel
24 Tage 20 h

Da wurde nichts erfunden. Es sprechen Tatsachen für die Vertreibung von Wolf und Bär.

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
24 Tage 17 h

@lumberjack
Welche? Tatsache eins: wolf ist Europaweit geschützt
Tatsache zwei: ein wahl frisst den fischer mehr Fische weg wie in Südtirol alle Wölfe zusammen Schafe

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Superredner
24 Tage 22 h

Die wollten sicher nur nachschauen wieviel Plastiktüten jeder Wal im Magen hat, oder ?

Wonach forschen die denn damit man hunderte Wale abschlachten muss ?

One
One
Tratscher
24 Tage 22 h

Tod den Walfängern. Ohne Ausnahme!

Lumberjack
Lumberjack
Grünschnabel
24 Tage 20 h

Schämt euch, ihr Japanischen Walfänger!!

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