Überflutetes Gebiet in Indien

Jeweils 22 Tote bei Überschwemmungen in Indien und im Niger

Donnerstag, 09. August 2018 | 15:37 Uhr

Sintflutartiger Monsunregen hat im Süden Indiens mindestens 22 Todesopfer gefordert. Binnen 24 Stunden kamen sie in verschiedenen Teilen des Bundesstaates Kerala entweder bei Erdrutschen ums Leben oder ertranken bei Überschwemmungen, teilten die Behörden mit. Ebenfalls mindestens 22 Tote wurden wegen Überschwemmungen nach sintflutartigen Regenfällen im Niger gemeldet.

Fast 50.000 Menschen waren von der Naturkatastrophe im Niger betroffen, sagte der Minister für humanitäre Angelegenheiten, Laouan Magadji, am Mittwochabend im Staatsfernsehen. Die Fluten hätten mehr als 3.000 Häuser und fast 4.000 Hektar Getreidefelder zerstört. Auch Viehbestände und Trinkwasserreservoirs seien betroffen. Besonders schwer betroffen sind die südlichen Regionen Maradi und Diffa. In der Hauptstadt Niamey waren rund 2.000 Menschen obdachlos.

Die Behörden und Hilfsorganisationen verteilten Lebensmittel, Kleidung und Moskitonetze. Im Niger ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Überschwemmungen gekommen; 2017 starben dabei 56 Menschen, insgesamt mehr als 206.000 waren damals betroffen.

In Südindien wurden nach dem Monsun mehr als 5.000 Menschen aus tiefgelegenen Dörfern in Sicherheit gebracht. An den Rettungseinsätzen war auch die Armee beteiligt. Weil der Regen das Wasser auf gefährlich hohe Pegel hatte ansteigen lassen, war eine Reihe von Staudämmen an der indischen Südwestküste geöffnet worden, was zu überschwemmten Flüssen führte. Jedes Jahr richten in Südasien Regen und Winde in der Monsunzeit von Juni bis September mit Überschwemmungen und Erdrutschen große Schäden an. Im vergangenen Jahr starben mehr als 2.100 Menschen, die Mehrheit davon in Indien.

Von: APA/ag.

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