Kostbares Nass besser nutzen lernen – ein Kommentar

“Kampf ums Wasser” entschärfen

Donnerstag, 26. Mai 2022 | 02:50 Uhr

Bozen – Der Bericht über den „Wasserkrieg“ zwischen Südtirol und Venetien erregt in Südtirol großes Aufsehen. Nach einem schneearmen Winter und einem recht trockenen Frühjahr war es aber keine Überraschung, dass die Etsch wenig Wasser führen und um das weniger gewordene kostbare Nass ein heftiger Streit entbrennen würde.

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Anstatt Schuldzuweisungen auszutauschen, sollten sich alle Länder, die sich den Etschlauf teilen, lieber darauf einrichten, dass sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten trockene Winter und regenarme Frühlinge häufen werden. Noch herrscht in Südtirol vielerorts die Meinung, dass Südtirol nicht zuletzt dank seiner Gletscher imstande ist, niederschlagsarme Zeiten zu überbrücken, aber erste Experten vertreten die Meinung, dass angesichts der allgemeinen Klimaerwärmung der Kampf um den Fortbestand der Alpengletscher längst verloren ist.

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Ein echtes Umdenken tut also not. Niemand muss dafür aber das sprichwörtliche warme Wasser neu erfinden. Länder in sehr trockenen Regionen – das beste Beispiel dafür ist Israel – zeigen längst, wie intelligente Wassernutzung in der Praxis aussehen kann. Dazu gehören Mehrfachnutzung des gleichen Wassers, die Errichtung von Speicherbecken und ausgeklügelten Wassernetzen sowie eine sparsame Bewässerung. Dazu gehört aber auch, dass Einheimische und Touristen weniger verschwenderisch mit dem kostbaren Nass umgehen.

LPA/AfB

Zu guter Letzt müssen sich alle Etschanrainer darüber einigen, wie das Wasser aus dem Fluss besser genutzt werden kann. Die Waale, die vor allem im seit jeher trockenen Vinschgau zu finden sind, zeugen davon, dass intelligente und gerechte Wassernutzung für Südtirol kein Neuland ist. Ebenso alt wie die Wasserverteilung ist aber auch der Streit ums Wasser. Ganz ohne Reibereien wird es auch in Zukunft nicht gehen.

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "“Kampf ums Wasser” entschärfen"


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Staenkerer
1 Monat 2 Tage

seit zwoa johr werd man schier genötigt zu hygiene, hygiene, hygiend, des hoaßt xmol am tog hände zu waschn , öfter zu duschn, ständig de wäsche zu um waschn und zu putzn, putzn, putzn um nit als ollgemein gesundheitsgefährdende virusschleuder zu gelten …..
a de kritik an den, von fochleit verordnete, wossermehrverbrauch mog für viele jetz lächerlich übertriebn scheinen, ober i glab es wieder zrugg zum gsunden maß der saubrigkeit hilft londweit täglich a menge wosser zu sporn!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 1 Tag

Das ist doch nicht dein Ernst? Glaubst du wirklich in der Pandemie hat sich das Verhalten der Menschen großartig verändert? Ich persönlich kenn da niemamden! Was empfohlen und getan wird, sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe!
Wenn du sagen würdest, es gibt allgemein in dem Bereich zu viel Verschwendung, ok, denn kenne Menschen die 2 mal am Tag duschen usw.

Staenkerer
1 Monat 18 h

@N. G. egal wie du es sichsch, es is mehr wie paradox wenn zwoa gruppen von wissenschofler den leit zwoa komplet gegensätzliche sochn einredn weil boade (de oane sicher, de ondre onscheinend) zum gsundbleibn, jo überlebn, wichtig sein:
de oane: übertriebne hygiene durch wosserverschwendung,
de ondre: wossersporn wo es geat damit für olle und ollem reicht!
und des zeitgleich!
den nonsens muasch sogor du einsechn!
bleib lei zu hoffn das sich wirklich kaum jemand an de vorgebnen hygieenewahn holtet!

Savonarola
1 Monat 2 Tage

die da unten könnten mit den PRNN auch mal neue Wasserleitungen legen. Und wir könnten aufhören, immer nur auf uns selber herumzutrampeln.

Sag mal
Sag mal
Kinig
29 Tage 16 h

Kondominien wo täglich Beregner laufen sollten mal gerügt werden.

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