4,4 Millionen Hektar sind bereits Brandgebiet

Katastrophale Waldbrände in Russland weiten sich aus

Montag, 16. August 2021 | 01:25 Uhr

Die Waldbrand-Katastrophe in Russland weitet sich bedrohlich aus. Am Sonntag meldete die Fortschutzbehörde landesweit fast 252 Brände auf einer Gesamtfläche von 4,4 Millionen Hektar. Das ist erneut mehr als am Vortag und entspricht mehr als 50 Prozent der Gesamtfläche von Österreich. Mehr als 8.000 Helfer sind demnach im Kampf gegen die Flammen im Einsatz. 14 Löschflugzeuge unterstützen von der Luft aus.

Am schlimmsten ist die Lage nach wie vor in der Teilrepublik Jakutien im Osten Sibiriens. Allein dort brennt es der Forstschutzbehörde zufolge aktuell auf einer Fläche von 4,2 Millionen Hektar. Zuletzt war dort die Zahl der Löschteams auf Anweisung von Präsident Wladimir Putin massiv aufgestockt worden. Am Sonntag sind den Behörden Jakutiens zufolge 4.900 Kräfte vor Ort gewesen. Sie wollen verhindern, dass die Flammen auf mindestens neun Dörfer übergreifen.

Viele Brände liegen zwar weit entfernt von Dörfern – und Städten und werden deshalb nicht gelöscht. Gefährlich sind sie für die Menschen dennoch: Der für die Gesundheit schädliche Rauch ist bereits Tausende Kilometer weit nach Westen und Süden gezogen.

Die lokale Nachrichtenseite Yakutia.info berichtete, dass die maximal zulässige Konzentration schädlicher Stoffe in der Luft zuletzt in Jakutien überschritten worden sei. So sei etwa bei Messungen in der Großstadt Jakutsk ein hoher Kohlenmonoxid-Gehalt festgestellt worden. Die Menschen wurden aufgerufen, im Freien Masken zu tragen, die vorher angefeuchtet werden sollten. Bilder aus der Stadt zeigten verrauchte Straßen. Die Sonne war teilweise nicht mehr zu sehen.

Während die Einsatzkräfte in den Waldbrand-Gebieten auf Regen hoffen, haben andere Gebiete Russlands zu viel davon. Nach heftigen Regenfällen im Süden gab es am Wochenende Überflutungen in Dörfern und Städten entlang der Schwarzmeer-Küste und auf der Halbinsel Krim. Betroffen waren auch Bereiche im Süden Sibiriens und der äußerste Osten. Tausende Menschen wurden zeitweise in Sicherheit gebracht.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

5 Kommentare auf "Katastrophale Waldbrände in Russland weiten sich aus"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Orbeitstrottl
Orbeitstrottl
Tratscher
1 Monat 7 Tage

Wo’s steckt hinter dem gonzn Bränden?

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Profit und Geldgier, meistens werden die Brandstifter von oben bezahlt….

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Orbeitstrottl
Na das, was in Griechenland und der Türkei auch dahintersteckt. Hitze und Trockenheit.

Tigre.di.montana
1 Monat 7 Tage

Wie schwer so etwas ist: Waldbrandbekämpfung in trocken gefallenen Feuchtgebieten, war bei den vergleichsweise kleinen Waldbränden im deutschen Landkreis Lüchow-Dannenberg im August 1975 zu sehen. Damals Brandstiftung, vielleicht zu Gunsten der Atomindustrie die dort das Endlager Gorleben errichten wollte.
34.000 Feuerwehrleute im Einsatz, viele Tote.

Queen
Queen
Superredner
1 Monat 7 Tage

Der Mensch isch der schlimmste Feind der Natur! Traurig ober wohr.

wpDiscuz