Der Berg gehört zum Unesco-Weltkulturerbe

Klettertouren auf Australiens “Heiligen Berg” bald verboten

Mittwoch, 01. November 2017 | 09:22 Uhr

Auf Australiens “Heiligen Berg”, den Uluru oder Ayers Rock, dürfen künftig keine Touristen mehr klettern. Damit kam die Verwaltung des Nationalparks Uluru-Kata Tjuta im Herzen des Kontinents am Mittwoch Forderungen nach, die von Australiens Ureinwohnern, den Aborigines, schon seit vielen Jahren erhoben wurden. Das Verbot soll allerdings erst 2019 in Kraft treten.

Der Uluru – ein Felsblock, der in den verschiedensten Rot- und Brauntönen leuchtet – ragt mitten in der Wüste etwa 350 Meter in die Höhe. Er gehört zu Australiens bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Mehr als 250.000 Touristen nehmen jedes Jahr lange Reisen auf sich, um in das abgelegene Gebiet zu kommen. Mehr als 30.000 klettern dann auch tatsächlich nach oben. Der Berg gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Der Aufstieg ist anstrengend und auch gefährlich. Auf der 1,6 Kilometer langen Strecke kamen schon mindestens 36 Menschen ums Leben, viele davon nach einem Herzinfarkt. Bei Regen oder großer Hitze ist der Aufstieg bereits heute verboten. Zudem wurde bisher an alle Besucher appelliert, auf die Gefühle der Aborigines Rücksicht zu nehmen.

Damit ist es jetzt allerdings nicht mehr getan. Die Parkbehörde beschloss einstimmig, vom übernächsten Jahr an alle Klettertouren zu verbieten. Der Aborigines-Stamm der Anangu, die seit mindestens 30.000 Jahren in der Nähe leben, hatte dies schon seit langem gefordert. Der Vorsitzende der Behörde, Sammy Wilson – selbst ein Anangu -, sagte: “Das ist für uns heiliges Gelände. Kein Spielplatz und auch kein Themenpark wie Disneyland.”

Der Name Uluru wurde bis in die 90er-Jahre fast ausschließlich von Aborigines verwendet. Inzwischen hat er sich international durchgesetzt. Zuvor war in und außerhalb Australiens die englische Bezeichnung Ayers Rock üblich. Der Name geht auf einen ehemaligen Premierminister Südaustraliens zurück, Henry Ayers.

Von: APA/dpa

Kommentare

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7 Kommentare auf "Klettertouren auf Australiens “Heiligen Berg” bald verboten"


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Motschuner
Motschuner
Neuling
17 Tage 20 h

Im Dolomiten Weltnaturerbe Unesco hingegen wird jedes Jahr noch mehr Verkehr, noch mehr Lärmbelästigung und noch mehr Massentourismus gefördert. Damit die an sich verzweifelnde und nach außen scheinheilige Gastronmie noch mehr Investitionskapital erhält, um noch mehr völlig überzogene und landschaftlich fragwürdige Bauvorhaben realisieren zu können. Zum Wohle der Allgemeinheit.

franzl.
franzl.
Grünschnabel
17 Tage 16 h

es sein jo a lei teile der dolomiten weltnaturerbe, wia suscht muasch kanntn di gredner olm no lift usw. bauen..??? 
ober zum werbung mochen geats logisch guat. 

iuhui
iuhui
Superredner
17 Tage 16 h

bin deiner Meinung was den Dolomiten angeht, doch die sind nicht heilig (leider)! Für die Aborigenes sind ihre Hügel hingegen heilig und dürfen nicht bestiegen werden. Und wer Respekt hat tut es auch nicht!

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
17 Tage 20 h

Den Mount Everest darf auch keiner mehr besteigen, wir müssen auf Messners Gefühle Rücksicht nehmen…. 🤗

iuhui
iuhui
Superredner
17 Tage 16 h

nur die respektlosen sind bis jetzt hinauf gestiegen! Da brauchts kein unesco, sondern nur Respekt für die Traditionen der Einheimischen! Aber das kennen doch die wenigsten…

geronimo
geronimo
Superredner
17 Tage 14 h

Wir steigen auch nicht auf die Kurchtürme. Mehr Respekt vor der Religion der Aborigines ist vonnöten!

geronimo
geronimo
Superredner
17 Tage 14 h

Urteile nicht darüber, ob etwas gut oder schlecht ist, ohne dein Herz befragt zu haben.

Indianerweisheit

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