An- und Abreisen sind in Zermatt derzeit nicht möglich

Lawine verschüttete Gebäude im Wintersportort Sestriere

Dienstag, 09. Januar 2018 | 21:15 Uhr

Heftiger Schneefall hat in mehreren Alpenregionen das öffentliche Leben teilweise lahmgelegt. In Zermatt im Südosten der Schweiz waren etwa 13.000 Touristen vom Schnee eingeschlossen. Im italienischen Wintersportort Sestriere verschüttete eine Lawine ein Wohngebäude. In Teilen der französischen Alpen gilt nach bis zu zwei Metern Neuschnee eine erhöhte Lawinenwarnstufe.

In Sestriere fiel binnen 48 Stunden mehr als zwei Meter Neuschnee. In der Nacht auf Dienstag traf dort eine Lawine ein fünfstöckiges Apartmentgebäude nahe der Ski-Station und hinterließ Schneemassen in einigen Wohnungen. Von den 29 Menschen, die sich dort aufhielten, wurde niemand verletzt.

Die Lawinengefahr in zahlreichen Alpenmassiven an der französisch-italienischen Grenze erreichte ein neues Höchstniveau. In Italien waren deswegen zahlreiche Straßen gesperrt. Am Dienstag waren laut italienischen Medien etwa 5.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten.

In der beliebten Skiregion Zermatt im Schweizer Kanton Wallis sind nach Angaben der Tourismus-Marketing-Leiterin Janine Imesch derzeit 13.000 Touristen eingeschneit. “An- und Abreisen sind im Moment nicht möglich”, sagte sie. Auch könne es zu Stromausfällen in der Gemeinde kommen, in der etwa 5.500 Menschen leben. Im Kanton Wallis gilt die höchste Lawinenwarnstufe. “Man kann weder Skifahren noch Ausflüge machen”, sagte Imesch. Es sei aber ruhig und “ein bisschen romantisch”.

Kontrollierte Lawinensprengungen sollen den abgeschnittenen Schweizer Urlaubsort am Mittwoch wieder zugänglich machen – zumindest für den Zugverkehr. Das sagte ein Mitarbeiter der unterbrochenen Matterhorn-Gotthard-Bahn der Deutschen Presse-Agentur. Am Dienstag seien Erkundungsflüge durchgeführt worden, um die Lawinenhänge zu identifizieren, die zur Sicherung der Bahnstrecke gesprengt werden müssen. Danach müssen Arbeiter die Gleise vom Schnee befreien, hieß es bei der Bahngesellschaft. Bis Mittwochabend sollen die Züge der Schmalspurbahn dann wieder rollen.

Von: apa

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