Die Suche nach den weiteren Verschütteten läuft

Lawinenabgang im Wallis forderte mindestens zwei Todesopfer

Samstag, 17. März 2018 | 20:52 Uhr

Rettungskräfte suchten am Samstag weiter nach Vermissten des Lawinenniedergangs im Vallon d’Arbi im Schweizer Wallis. Bisher wurden ein 20-jähriger und ein 25-jähriger Franzose tot aus den Schneemassen geborgen. Zwei Personen werden weiterhin vermisst. Es handelt sich laut Polizeiangaben von Samstagabend um einen 32-jährigen Franzosen und einen 57-jährigen Schweizer aus dem Kanton Waadt.

Die beiden geborgenen Franzosen wurden unter 6 Metern Schnee lokalisiert und geborgen. Der 20-Jährige wurde in der Nacht auf Samstag gefunden. Um 3.30 Uhr wurde die Suche eingestellt und am Samstagmorgen um 9 Uhr bei heftigen Niederschlägen wieder aufgenommen.

Wegen des schlechten Wetters über dem Unglücksort bei Riddes im Unterwallis wurde die Suche aber nur vom Boden aus durchgeführt, Helikopter waren nicht in der Luft. Im Verlaufe des Vormittags wurde der 25-Jährige gefunden.

Die Suche nach den beiden anderen Männern wurde am Samstagabend vorübergehend eingestellt. Je nach Wetterentwicklung und Risikoeinschätzung werden die Such- und Bergungsarbeiten fortgeführt, schrieb die Polizei. Sie stehe mit den betroffenen Familien in Kontakt.

Die Lawine war am Freitagnachmittag niedergegangen. Laut Polizei war die markierte Skipiste im Vallon d’Arbi offen gewesen. Die Lawine sei auf der rechten Seite des Tals niedergegangen und habe die linke Seite und damit die markierte Piste nicht erreicht.

Von der Lawine waren sechs Skifahrer mitgerissen worden. Zwei konnten kurze Zeit später befreit werden. Eine weitere Person konnte der Lawine entkommen. Abklärungen hatten ergeben, dass die Skifahrer keine Suchgeräte für Lawinenverschüttete (LVS) auf sich trugen.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine große, fast 400 Meter lange Lawine; der Lawinenkegel ist bis zu 150 Meter breit. Die Anrissstelle befindet sich auf ungefähr 2.200 Meter über Meer.

Von: APA/Ag.