Die Bergungsmannschaften bei der Arbeit

Letzte Phase der Bergung von Julen in Spanien

Mittwoch, 23. Januar 2019 | 14:50 Uhr

Bei der aufwendigen Bergung des vor eineinhalb Wochen in einen Brunnenschacht in Spanien gestürzten Julen hat am Mittwoch die letzte Phase bevorgestanden. Eigens angeforderte Minenarbeiter warteten im andalusischen Totalan auf ihren Einsatz, um sich in 70 bis 80 Meter Tiefe in einem waagerechten Tunnel zu der Stelle vorzuarbeiten, an der der Zweijährige vermutet wurde.

Die Chancen, das Kind lebend zu finden, schwanden dabei immer weiter. Der Beginn der manuellen Grabung war eigentlich bereits am Dienstag geplant gewesen, jedoch waren die Helfer auf neue Probleme bei der Befestigung und Stabilisierung des 80 Meter tiefen Parallelschachts gestoßen. Dieser musste in seinem unteren Teil zunächst breiter gebohrt werden, was dann bis Mittwoch früh geschehen sei, berichteten Medien unter Berufung auf die Rettungskräfte.

Mittwochmittag waren die Helfer damit beschäftigt, das Rettungsloch komplett mit Metallrohren zu sichern. Anschließend sollten die Minenspezialisten ihre Arbeit aufnehmen können. Wann der Einsatz der Kumpel beginnen sollte, war noch unklar.

Geplant war, dass die Minenarbeiter mittels einer speziellen, an einem Kran befestigten Kapsel in den Parallelschacht herabgelassen werden. Von dessen Grund aus sollten sie mit Spitzhacken und Presslufthämmern einen vier Meter langen horizontalen Tunnel graben, um zu dem Kind vorzustoßen. Die Männer müssten dabei unter Extrembedingungen arbeiten, da es in dieser Tiefe nicht nur an Platz, sondern auch an Licht und Sauerstoff mangele, schrieb die Zeitung “La Vanguardia”. Je nach der Härte des Gesteins seien eventuell auch kleinere Sprengungen nötig, hieß es.

Der Bub war am 13. Jänner bei einem Ausflug mit seinen Eltern in den 107 Meter tiefen, vermutlich illegal auf der Suche nach Wasser gegrabenen Schacht gefallen. Dieser hat einen winzigen Durchmesser von nur 25 bis 30 Zentimetern. Das spanische Fernsehen berichtete, die örtlichen Justizbehörden in Malaga hätten Ermittlungen eingeleitet, um die Umstände des Unglücks genau zu klären.

Insgesamt waren rund 300 Helfer Tag und Nacht im Einsatz, um zu Julen vorzudringen. Nach einer ersten Bilanz des Sprechers der Einsatzkräfte, Angel Garcia Vidal, wurden bei den Bohrungen 40.000 Tonnen Material abgetragen. “Unter normalen Umständen würde so eine Aktion Monate dauern”, betonte er.

Von: APA/dpa

Kommentare

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12 Kommentare auf "Letzte Phase der Bergung von Julen in Spanien"


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Tabernakel
30 Tage 20 h

Leider nur Dilettanten am Werk.

topgun
topgun
Grünschnabel
30 Tage 19 h

@Tabernakel

Tja, solche Profis wie dich, die immer und überall alles besser verstehen, egal in welchem Metier, sind halt nicht leicht zu finden…
BTW, hättest dich ja anbieten können…

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
30 Tage 17 h

könntest ja mithelfen!

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
29 Tage 23 h

@Tabernakel
Das ist entsetzlich. Diese Verantwortlichen sollten keine Ruhe mehr finden.

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
28 Tage 22 h

@topgun
Ganz Unrecht hat er ja nicht, wenn man den Post gelesen hat. Und ich denke mal, bei euch oder auch bei uns wäre das Kind schon längst gerettet. Aber manchmal muss man halt Leute fragen, die was von der Sache verstehen und darf nicht aus falsch verstandenem Stolz das Leben eines Kindes riskieren und genau danach sieht es für mich aus.

Frau
Frau
Grünschnabel
30 Tage 18 h

Uanfoch schlimm! Orms Biabl, orme Eltern!

prontielefonti
prontielefonti
Tratscher
30 Tage 18 h

Ormer Bua… 😪😪

Sag mal
Sag mal
Kinig
30 Tage 13 h

alles ist offen.FürJulen kann auch der Sturz tödlich gewesen Sein.

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
30 Tage 13 h

um ganz ehrlich zu sein, als Vater eines gleichaltrigen Buben, ich hoffe es wirklich. Nur der Gedanke 10 Tage eingequetscht ohne sich einen Zentimeter bewegen zu können, schlecht atmen müssen, ganz alleine, kalt, hunger, durst, Angst, Angst, ANGST, ANGST!! Unerträglich, füŕ alle, UNERTRÄGLICH 😢

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
30 Tage 17 h

@ Tabernakel

..dai Tabi

So ist es..😔 logo wenn und aber..

Die Hoffnung stirbt zuletzt 😥

es ist ein Desaster 😥😥

Tabernakel
30 Tage 9 h

“Nur schlechte Nachrichten
In Totalán herrscht blanke Wut
Falsche Entscheidungen, falsches Equipment”

https://www.n-tv.de/panorama/In-Totalan-herrscht-blanke-Wut-article20824600.html

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