Laut Polizei handelt es sich nicht um einen Anschlag

Lieferwagen in Shanghai fuhr in Passanten – kein Anschlag

Freitag, 02. Februar 2018 | 11:30 Uhr

Ein Lieferwagen mit Gasflaschen ist in Shanghai brennend in Passanten gerast. 18 Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Die Polizei trat ersten Spekulationen über einen etwaigen Anschlag entgegen und sprach von einem Unfall. Der Fahrer habe “illegalerweise gefährliche Güter transportiert” und geraucht, so habe sich im Innenraum ein Feuer entzündet.

Der Lenker habe “die Kontrolle verloren” und sei auf den Fußweg geraten. Der 40-Jährige gehöre zu den Verletzten, von denen aber keiner in Lebensgefahr schwebe.

Der Unfall passierte am in der Früh vor dem Starbucks-Cafe am viel besuchten Volkspark im Herzen der ostchinesischen Metropole. Zu dem Zeitpunkt hielt sich die britische Premierministerin Theresa May zum Abschluss ihres dreitägigen China-Besuches in Shanghai auf. Sie habe gerade den Bürgermeister Ying Yong in einem Hotel im Stadtzentrum getroffen, verlautete aus der Delegation.

Augenzeugen berichteten, der brennende Van habe mehrere Passanten umgefahren. Andere seien zur Seite gesprungen. Einige mutige Passanten hätten versucht, die Fenster einzuschlagen. “Der Fahrer schien ohnmächtig geworden zu sein. Jemand versuchte, ihn zu retten”, sagte eine Frau der Zeitung “Pengpai”.

“In dem Wagen waren Gasflaschen”, sagte ein anderer Augenzeuge. “Das Fahrzeug brannte, aber die Gasflaschen nicht.” Ein Reporter sah grüne Gasflaschen am Ort. Der Lenker arbeitete für eine Shanghaier Metallwarenfirma.

Im Internet zirkulierten Videos von dem Vorfall, deren Herkunft nicht verifiziert werden konnte. Darin war zu sehen, wie Opfer regungslos auf dem Fußweg lagen. Feuerwehrleute kümmerten sich um Verletzte. Der Lieferwagen brannte, während dichter Rauch emporstieg. Mehrere Löschzüge waren an Ort und Stelle.

Von: APA/dpa

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