17 Millionen Babys weltweit sind betroffen

Luftverschmutzung kann Gehirne von Babys massiv schädigen

Mittwoch, 06. Dezember 2017 | 12:33 Uhr

Luftverschmutzung bedroht massiv die Entwicklung des Baby-Gehirns. Nach einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF leiden weltweit rund 17 Millionen Babys unter einem Jahr unter extrem schmutziger Luft.

Während Atemwegsprobleme und chronische Lungenkrankheiten schon länger mit Feinstaubbelastung in Zusammenhang gebracht werden, weisen laut UNICEF immer mehr wissenschaftliche Studien auch auf “mögliche neue Risiken” für die frühkindliche Entwicklung des Gehirns hin. Demnach können Feinstaubpartikel Schäden an der Blut-Hirn-Schranke von Babys verursachen. Diese Barriere verhindert den unkontrollierten Eintritt von Blutbestandteilen oder Substanzen im Blut ins Gehirn. Schäden an der Blut-Hirn-Schranke werden mit Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson im Alter in Verbindung gebracht.

Es gebe zunehmend Hinweise, dass Luftverschmutzung “den verbalen und non-verbalen Intelligenzquotienten und das Gedächtnis” bei Kindern beeinträchtige sowie zu “neurologischen Verhaltensstörungen” führe, heißt es in dem Bericht mit dem Titel “Danger in the Air” (Gefahr in der Luft). Angesichts der weltweit beschleunigten Urbanisierung ohne angemessenen Schutz vor Umweltbelastungen seien “immer mehr Kinder in den kommenden Jahren gefährdet”. Giftstoffe in der Luft “beeinflussen das Lernverhalten von Kindern und ihre Sprach- und Motorikfähigkeiten”, sagte Studienautor Nicholas Rees.

Dem Bericht zufolge leben mehr als 16 Millionen der in stark luftverschmutzen Regionen lebenden 17 Millionen Babys unter einem Jahr in Asien. In Indien ist die Lage demnach am schlimmsten, gefolgt von China. Wegen Dauer-Smogs mussten im November in der indischen Hauptstadt Neu Delhi die Schulen geschlossen werden. Trotz weiterhin stark überhöhter Feinstaubwerte hatten die Schulen kurze Zeit später wieder geöffnet, was für scharfe Kritik sorgte.

“Diese Schmutzstoffe gefährden nicht nur die Entwicklung der Lungen der Babys, sie können auch ihren Gehirnen langfristigen Schaden zufügen – und damit ihrer Zukunft”, sagte UNICEF-Direktor Anthony Lake. Er rief die betroffenen Länder auf, mit mehr Engagement gegen Luftverschmutzung vorzugehen. “Kein Kind sollte gefährlich verschmutzte Luft atmen – und keine Gesellschaft kann es sich leisten, Luftverschmutzung zu ignorieren.”

Von: APA/dpa

Kommentare

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7 Kommentare auf "Luftverschmutzung kann Gehirne von Babys massiv schädigen"


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iuhui
iuhui
Superredner
6 Tage 2 h

Seit wie langer Zeit schreibe ich hier, dass die Umweltverschmutzung DIE Priorität ist und dass man DRINGENDE Massnahmen braucht!!! Und was macht die Politik??? Impfen, priorität, emergenza nazionale! Und wärend alle durchgeimpft sind erkranken sie an Dieselabgase, Feinstaub (der immer feiner wird und daher immer leichter im Hirn der Menschen gelangt) & Co!

joe02
joe02
Grünschnabel
6 Tage 3 h

Olle wellnse die Schadstoffe in der luft minimieren oba jedes lond zoag laafs ondere und beginnt et ba sich selba. Sem kannat die heimische Industrie jo eventuell nimma wettbewerbsfähig sein… Siehe USA

Sag mal
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Universalgelehrter
6 Tage 4 h

brauchts erst inmer Wissenschaftliche Studien.Allergiker leiden seit Jahren unter den Feinstaub u.die nächste Generation Wirds auch noch ausbaden müssen .Aber bevors der Einzelne nicht spürt glaubt Ers dem Nächten nicht u.fährt weiter mit Seinem Diesel zum Bioladen .

iuhui
iuhui
Superredner
5 Tage 22 h

und interessant wie wenig Kommentare bei einem extrem wichtigen Thema das von Jahr zu Jahr problematischer wird! Bei den Impfungen hingegen meint man, dass halb Suedtirolnews-User für bigpharma arbeitet.

maxi
maxi
Grünschnabel
5 Tage 21 h

Der Schreiber dieses Textes hat auch zu viel Feinstaub erwischt. Manche Menschen versuchen überall einen Weltuntergang zu finden. Die Wirklichkeit ist eine ganz andere, früher waren die meisten Arbeiter in Produktionsbetrieben fast ein Lebenlang starken Feinstaubemissionen ausgesetzt. In den letzten Jahren ist die Lebenserwartung steil gestiegen, heute redet man schon von Lebensalter bis zu 140 Jahren, dies trotz der Horrorgeschichten über Pestizide, Impfungen, Abgase, Pharmazie und vieles mehr. 

Sag mal
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Universalgelehrter
5 Tage 13 h

träumen Sie weiter.Das Erwachen wird bitter sein.Schnarrr ..ch.

Boerni
Boerni
Grünschnabel
5 Tage 22 h

dann sind im Süden Südtirols viele Kinder betroffen

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