Der Täter ist weiter auf der Flucht

Mann verletzte in der Schweiz fünf Menschen mit Motorsäge

Montag, 24. Juli 2017 | 22:17 Uhr

Ein mit einer Kettensäge bewaffneter Mann mit Glatze hat am Montag im schweizerischen Schaffhausen mehrere Menschen verletzt. Der Täter war am Vormittag in ein Bürogebäude einer Krankenkasse gestürmt. Fünf Menschen wurden verletzt, davon ein Mann schwer. Ein Terrorakt wurde von der Behörde ausgeschlossen. Der psychisch auffällige Täter ist weiter auf der Flucht.

Die Schweizer Polizei fahndete in der Umgebung der Stadt nahe der Grenze zu Baden-Württemberg teils bei strömendem Regen mit Spürhunden nach dem 51-Jährigen. Sie veröffentlichte am Montagabend ein neues Fahndungsfoto, das den Mann kurz vor der Tat auf der Straße zeigt. Darauf ist er mit grüner Jacke und einer großen schwarzen Tasche zu sehen, in der sich die Kettensäge befunden haben dürfte.

Am Abend berichteten Reporter aus einem Wald wenige Kilometer südlich von Schaffhausen von möglichen Schüssen, aber die Kantonspolizei Zürich stellte per Twitter schnell klar: “Nach Medienberichten aus Flurlingen: Die gemeldeten Geräusche waren keine Schüsse.”

Laut Angaben der Polizei hat der Mann möglicherweise weitere Waffen bei sich. Wer immer ihm begegne, müsse unbedingt ausweichen. Der Mann sei gefährlich. Er hätte keinen festen Wohnsitz und hielte sich zuletzt vorwiegend in Wäldern auf. Er hätte zwei Vorstrafen aus den Jahren 2014 und 2016 wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, hieß es bei einer Pressekonferenz der Polizei, die ein älteres Foto des Verdächtigen veröffentlichte. Darauf hat der etwa 1,90 Meter große Mann noch Haare. Er reagiere oft aggressiv, wenn er sich angegriffen fühle.

Die Tat steht laut den Angaben in Zusammenhang mit der Versicherung, Details dazu wurden bei dem Mediengespräch nicht bekanntgegeben. Die Polizei hatte keine Anhaltspunkte zum Aufenthaltsort des “Waldmenschen”. “Er kann in alle Richtungen geflohen sein”, sagte Polizeieinsatzleiter Ravi Landolt. Nicht auszuschließen sei, dass sich der Mann nach Deutschland abgesetzt hätte.

Eine Sprecherin der CSS-Krankenkasse sagte, der Mann sei gezielt in die Büros gestürmt und habe zwei Mitarbeiter mit der Motorsäge verletzt. Beide Männer befanden sich außer Lebensgefahr. Entgegen ersten Angaben wurde einer leicht und einer schwer verletzt. Wer die anderen Leichtverletzten waren, wusste sie nicht. In dem Bürohaus befinden sich neben der Krankenkasse auch Anwaltskanzleien, eine Sprachschule sowie ein Buchgeschäft. Der Mann habe die Krankenkasse speziell ins Visier genommen, sagte die Polizei. Warum, blieb zunächst offen.

Teile der Altstadt von Schaffhausen waren vorübergehend abgeriegelt worden. Zunächst war der Mann mit einem weißen VW Caddy davongefahren, dieser wurde jedoch später verlassen aufgefunden.

Von: APA/dpa/ag.

Kommentare

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10 Kommentare auf "Mann verletzte in der Schweiz fünf Menschen mit Motorsäge"


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zombie1969
zombie1969
Superredner
25 Tage 8 h

Das Waffengesetz muss dringend geändert werden.
Jeder unbescholtene Bürger muss das Recht erhalten eine Schusswaffe überall verdeckt mitführen zu dürfen. Der Bürger muss sich im Notwehrfall selber schützen können, denn bis zum Eintreffen der Polizei vergeht immer Zeit in der der Bürger schutzlos ausgeliefert ist. Hier zählen nur Fakten. Und die sprechen für sich.

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
25 Tage 4 h

Super Idee! Hätte der Typ eine Waffe gehabt, hätte es sicher weniger Verletzte gegeben! Übrigens, in der Schweiz befindet sich in fast jedem Haushalt, mit einem wehrpflichtigen Mann, eine Waffe. Die Wehrpflicht dauert vom 18. bis zum 42. Lebensjahr. Da kommt schon was zusammen.
Nirgends sterben so viele Menschen durch Schußwaffen wie im Land of the Free. Dort werden jährlich rund 33.000 Menschen erschoßen oder begehen Selbstmord. Das ist eine mittlere Kleinstadt fast von der Größe Merans, pro Jahr.

Staenkerer
25 Tage 2 h

tjo, fakt isch ober a das schußwoffn de zur “verteitigung” zugeleg wern jederzeit als angriffswoffe benutzt konn, desholb bin i dagegn!
das jeder hausholt voller “woffn” isch, isch a klor, vieleicht hot nit grod jeder a motorsog ob. messer scharn, schraubnzieher, besnstiel, schaufl, verschiedene sprays usw. u. so fort von de viele “ba der hond” sein, während a schußwoffe jo weggsperrt sein muaß … bis i im schrek in schlüßl find, zum raum mitn kastl kimm … na, jo …

l OneManArmy l
l OneManArmy l
Tratscher
25 Tage 7 h

oje iats sein si schun ban boudnsea

nikolaus
nikolaus
Grünschnabel
25 Tage 3 h

Wer ist am Bodensee? Erst abwarten dann schreiben!

Richter
Richter
Neuling
25 Tage 4 h

Dass, das Tragen von Waffen die Situation nur verschärft ist an den Amokläufen in den USA ersichtlich. Wenn die Beamten den Täter so gut kannten, hätte man wieder einmal vorher agieren müssen!

Tabernakel
25 Tage 1 h

Werden hier offizelle Fahndungfotos der Polizei unterdrückt?

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
25 Tage 2 h

@ Staenkerer
Ihre Meinung ist voll respektabel,Waffe muss versperrt sein,frei rumtragen für jedermann (natürlich unbescholten) führt zu dem was wir aus Amiland beinahe täglich erfahren.Kurzwaffe gehört zu den Ordnungskräften und fertig.Langwaffen für Sport und Jagd bei hundertprozentiger Zuverlässigkeit ansonsten weg für immer,diesbezüglich sind die Aufräumungsarbeiten voll im Gange.
Was am meiste ärgert sind die lauen Waffengesetze und der Schwarzhandel, und somit Gauner haben kein Problem sich eine zu beschaffen.

Rotzer
Rotzer
Grünschnabel
24 Tage 23 h

Fa den typ muas man jo schun ongst hobn wenn er a kone kettnsaege mit hot😂

Sag mal
Sag mal
Superredner
24 Tage 14 h

dem Photo nach hätt ich vor dem auch ohne diese Aktion jetzt,abstand gehalten.

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